Reil-Schule: ein goldener Spaten für die OB

17. September 2012 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Es dürfte wohl einer der letzten, wenn nicht sogar der letzte Spaten ihre Amtszeit sein: Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados hat am Montagvormittag zusammen mit Bildungsdezernent Tobias Kogge, Schulvertretern und Kultusminister Stephan Dorgerloh mit dem symbolischen ersten Spatenstich den Startschuss für die Sanierung der Sekundarschule „Johann Christian Reil“ gegeben. Mit einem kleinen Schulfest wurde das gefeiert, schließlich hatten Schüler, Elternvertreter und Lehrer seit Jahren darum gekämpft.

„Ich freue mich als Auslaufmodell bei dieser Übergabe dabei zu sein“, meinte Szabados. Einen goldenen Spaten gab es für sie. Ins Stadtmuseum, wie der Rest ihrer Sammlung, soll der Spaten nun kommen. Szabados zollte Respekt dafür, wie die Schüler für ihren Bolzplatz gekämpft haben. Den Platz neben der Schule wollte die Stadt vor zwei Jahren platte machen und einen Parkplatz anlegen.

In den Oktoberferien 2013 soll die Schule zurückziehen. Bis dahin werden die Kinder und Jugendlichen in einem Ausweichobjekt in der Dölauer Straße unterrichtet. Dort hatte es bereits Diskussionen um Schülerfahrkarten gegeben. Das denkmalgeschützte Backsteingebäude in der Ernst-Schneller-Straße 1 wird für insgesamt 4,78 Millionen Euro saniert. Knapp vier Millionen werden durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Kultusminister Dorgerloh brachte den Förderbescheid vorbei.

Mit Übergabe des Zuwendungsbescheides beginnen gleichzeitig mit einem symbolischen Spatenstich die Arbeiten an dem Gebäude. So werden die Unterrichtsräume saniert, das Brandschutzkonzept umgesetzt, die Fachunterrichtsräume erneuert und erweitert, der Sportbereich, die Sanitäranlagen modernisiert und die Außenanlagen neu gestaltet.

Auch die Integrierte Gesamtschule IGS und die Grundschule am Heiderand profitieren vom Landes- und EU-Geld. Insgesamt fließen so 17 Millionen Euro in die städtischen Schulen. Den 10,4-Millionen Euro-Scheck gabs von Kultusminister Stephan Dorgerloh. 6,7 Millionen Euro muss die Stadt aber selbst tragen. Weil der Haushalt nicht beanstandet ist, kann das Geld nun auch ausgegeben werden. Die Sanierung aller drei Schulen soll im Rahmen eines Public Private Partnership (PPP)-Projekts umgesetzt werden.

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