Linksfraktion kritisiert Lehrerausbildung: Zu viel Spanisch und Religion, zu wenig Naturwissenschaftler

10. Dezember 2018 | Bildung und Wissenschaft | 8 Kommentare

Die Universitäten des Landes bilden weiterhin deutlich zu wenige Lehrkräfte aus und diese z.T. auch weiterhin am Bedarf vorbei. Das sei das Ergebnis einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die LINKE zum „Stand der Umsetzung
der Empfehlungen der Expertenkommission zum längerfristigen Lehrkräftebedarf“

„Durch ihr zögerliches Handeln und das Festhalten an den Fehlplanungen der Vergangenheit schreibt die aktuelle Landesregierung den Lehrermangel  im Land auf weitere Jahre fort,“, sagt dazu der Fraktionssprecher: „Die von der Expertenkommission erarbeiteten Empfehlungen zur Sicherung des künftigen Lehrkräftebedarfs spielen bei der Ausrichtung der Lehrerausbildung an den beiden Universitäten offenbar kaum eine Rolle.

 Während weiter in den Fächern evangelische und katholische Religion ebenso wie im Fach Spanisch an
Gymnasien Studienplätze weit über dem Bedarf angeboten werden, werden in Deutsch, Mathematik und Englisch ebenso wie in Physik und Chemie z.T. nicht einmal die Hälfte der künftig benötigten Studienanfänger
immatrikuliert. Die Ausbildung in Kunst und Musik liegt weitgehend am Boden und für das Fach Hauswirtschaft fehlt die Ausbildung gänzlich“, so Linken-Sprecher Thomas Lippmann.

 

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Dieses Thema enthält 8 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  hei-wu vor 6 Monate, 1 Woche.

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  • #332884

    Die Universitäten des Landes bilden weiterhin deutlich zu wenige Lehrkräfte aus und diese z.T. auch weiterhin am Bedarf vorbei. Das sei das Ergebnis e
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    #332885

    Fehlen Bewerber für die Studienfächer oder sind garkeine Studienplätze vorhanden? Das geht leider aus dem Artikel nicht hervor. Hauswirtschaft würde ich eher an Fachschulen vermuten aber nicht an einer Universität.

    #332886

    Wenn Du noch nen Studienplatz für Hauswirtschaft suchst:
    https://www.philfak3.uni-halle.de/institut/hauswirtschaft/

    #332887

    Super, das beantwortet doch schon fast meine Frage, es gibt also genügend Studienplätze in den fraglichen Fachrichtungen nur wollen die Studenten alle was anderes studieren. Wer ist denn nun Schuld die Politik oder die Studenten mit eigenen Vorstellungen ihrer beruflichen Zukunft.

    #332888

    Lehramtsstudenten haben kein Problem, eine Job zu finden. Sie gehen in die benachbarten Bundesländer, dort wird besser bezahlt, und die Kultusministerien / Schulämter sind etwas mehr auf Zack als Sachsen-Anhalt, was Stellenangebote und die Besetzungsverfahren betrifft. Ist ein hausgemachtes Problem des Tullner-Ministeriums bzw. der Landesregierung.

    #332889

    Tullner pennt also weiter bzw. seine Amtsschimmel?

    ¡Hay arte! ¡Hay poesía!… Debe haber cielo. ¡Hay Dios!
    Rosalía de Castro

    #332895

    es gibt also genügend Studienplätze in den fraglichen Fachrichtungen nur wollen die Studenten alle was anderes studieren. Wer ist denn nun Schuld die Politik oder die Studenten mit eigenen Vorstellungen ihrer beruflichen Zukunft.

    Das ist einfach zu beantworten. Die Lehrämtler studieren hier (Was sie wollen), und finden gut bezahlte Beamtenposten in anderen Bundesländern. Die CDU/FDP verlangt doch von Arbeitnehmern immer Flexibilität, also bitte sehr, da ist sie.. ( nennt sich Marktwirtschaft, Dude @Tullner)

    #332902

    Sachsen-Anhalt braucht sein Geld für etwas anderes. Sachsen-Anhalt hat die höchste Pro-Kopf-Zahlung an die Kirchen von allen Bundesländern.

    „Bei Umrechnung der Staatsleistungen pro Kopf der Bevölkerung ist der Spitzenreiter (mit 12,19 € pro Einwohner) nicht, wie manche es wohl angenommen hätten, der Freistaat Bayern, sondern das überwiegend nicht-religiöse Bundesland Sachsen-Anhalt. Das Bundesland, das auf dem zweiten Platz folgt, ist Rheinland-Pfalz (12,06), als drittes Bundesland folgt Thüringen (9,57) dicht darauf Baden-Württemberg (9,55) und dann erst, nach Hessen (7,29) folgt auf Platz sechs der Freistaat Bayern (mit 6,97). Der Bundesdurchschnitt beläuft sich (2010) auf 5,76 Euro pro Einwohner in Deutschland“
    http://www.staatsleistungen.de/651/zahlungen-pro-bundeslandeinwohner

    #332949

    Sachsen-Anhalt braucht sein Geld für etwas anderes. Sachsen-Anhalt hat die höchste Pro-Kopf-Zahlung an die Kirchen von allen Bundesländern.

    Haben wir übrigens der Regierung Münch (CDU) zu verdanken. Leider werden wir damit ewig leben müssen, weil der Vertrag nicht kündbar ist.

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