Lehrerstreik in Halle: Gewerkschaftsbrief sorgt für Verwirrung

26. Februar 2013 | Bildung und Wissenschaft | 16 Kommentare

Wie bereits berichtet, streiken am Mittwoch hunderte Lehrer in Halle (Saale). Ein Brief der Gewerkschaft GEW an die Eltern sorgt nun für Verwirrung.

Denn zwischen 7 und 11 Uhr soll in der Saalestadt der Unterricht ausfallen. „Wir möchten Ihnen versichern, dass es nicht unsere Absicht ist, Sie mit unserm Streik zu belasten. Wir können jedoch als Streikende Unterricht und die Betreuung Ihres Kindes in der Schule nicht sicherstellen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis“, heißt es in dem Brief. Viele Eltern umtreibt nun die Sorge, ob sich am Mittwoch um ihre Kinder gekümmert wird.

„Das Land ist für eine Betreuung zuständig“, so Stadtsprecher Drago Bock. Das Kultusministerium geht davon aus, dass es zumindest mit der Beaufsichtigung keine Probleme geben wird. Verbeamtete Lehrer, die nicht streiken dürfen, sowie „Streikbrecher“ sollen die Betreuung übernehmen.

Die Pädagogen fordern eine Erhöhung der monatlichen Entgelte um 6,5 Prozent und eine gerechte Eingruppierung durch einen Tarifvertrag. „Wir kämpfen für Entgeltsteigerungen, weil die Anforderungen an unsere pädagogische Arbeit in den letzten Jahren ständig gewachsen sind und es keinen akzeptablen Ausgleich dafür und für die Preissteigerungen der vergangenen Jahre gab. Für Kritik sorgen auch Pläne von Finanzminister Jens Bullerjahn, der Arbeitszeit und Klassenstärken der Pädagogen erhöhen will. Eine Wochenstunde mehr bedeute eine effektive Gehaltskürzung um vier Prozent, so die GEW.

Am Mittwochvormittag um 9.30 Uhr wollen die Lehrer vor dem Ratshof aufmarschieren und ihren Ärger Luft machen.

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