Latina: Halles Schultempel in den Franckeschen Stiftungen ist saniert

15. September 2014 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Sie gehören zu den imposantesten Schulgebäuden in Halle (Saale), die Häuser der Latina. Nach fünfjähriger Sanierung und Ergänzung durch einen Neubau wurden sie am Montag unter den Klängen des Musikzweigs der Latina und des Stadtsingechors mit einem Festakt offiziell eingeweiht. Zum Festakt kam auch Kultusminister Stephan Dorgerloh.
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Wegen der Sanierung mussten die Schüler die vergangenen Jahre teilweise in einem Ausweichquartier im Süden der Stadt unterrichtet werden. Bereits vor zwei Jahren konnte das Hauptgebäude wieder bezogen werden. Nun sind auch das zweite Gebäude und der Neubau als Verbinder und künftiger Eingang fertig. Am 19. September wird in der Zeit von 13 Uhr bis 18 Uhr die Eröffnung der Schule zudem mit einem bunten Schulfest in allen Räumen und auf dem gesamten Gelände der Schule gefeiert.

Die Latina von 1697 ist die älteste und traditionsreichste Schule der Franckeschen Stiftungen. Nach der Sanierung ist nun auf 9.000 qm ist ein freundlicher, heller und offener Baukörper entstanden, der mit herausragender baulicher und technischer Ausstattung einen zeitgemäßen Schulbetrieb auf höchstem Niveau ermöglicht.
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Die Baumaßnahmen an den beiden Gebäuden der Schule bilden eins der aufwändigsten Projekte beim Wiederaufbau der Franckeschen Stiftungen. Im Schuljahr 2012| 2013 konnte der erste Teilabschnitt, das Haus 43 – gebaut als Oberrealschule 1914 – übergeben werden. Die Kosten von über 7 Mio. Euro untergliederten sich in Konjunkturmittel und Landesmittel. Der zweite große Bauabschnitt, Haus 42 – gebaut als Latina 1906 – wurde als Landesbaumaßnahme in einem Umfang von 7,9 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) realisiert. Das Gesamtprojekt wurde durch private Zuwendungen und aus Mitteln des Freundeskreises der Franckeschen Stiftungen e.V. in Millionenhöhe gefördert.

Der neue zentrale Verbindungsbau zwischen den zwei Gebäuden soll eine kommunikative Zentrale des Schulbetriebs schaffen. Hier befindet sich auch ein zentrales Lehrerzimmer, welches den Austausch zwischen den Pädagogen erleichtert. Durch eine gläserne Brücke werden erstmals die beiden historischen Schulgebäude baulich verbunden. Neben der Abkoppelung von der Witterung verkürzen sich dadurch die Wege erheblich. Zwei Aufzüge erschließen das Gebäude behindertengerecht. Neue Fenster und Dämmungen helfen, Energie zu sparen. Alle Unterrichtsräume sind zudem mit interaktiven Whiteboard-Tafeln ausgestattet. Die Fachkabinette sind auf dem neusten technischen Stand.

Dietmar Hoge, der Schulleiter des Landesgymnasiums Latina freut sich über die rechtzeitige Fertigstellung der Schulgebäude. „Ich freue mich auf die Arbeit in diesem herausragenden Schulgebäude und möchte mich bei allen, die dafür gewirkt haben, herzlich bedanken. Durch die Geduld und den unermüdlichen Einsatz des gesamten Lehrerkollegiums, der SchülerInnen und der LehrerInnen konnten wir die Zeit der Baumaßnahmen so angenehm wie möglich überbrücken. Bedanken möchte ich mich auch bei der Stadt Halle für die langjährige Bereitstellung des Ausweichquartiers.“

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