Herder-Gymnasium in Halle ist „offline“

15. September 2014 | Bildung und Wissenschaft | 24 Kommentare

Für ein Jahr umziehen heißt es für die Schüler des Herder-Gymnasiums in Halle (Saale). Weil ihr denkmalgeschütztes Schulgebäude im Medizinerviertel, das einst auch der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher besuchte, saniert wird, werden die Jungen und Mädchen in alten DDR- Schulplattenbauten in der Rigaer Straße 1a und Ingolstädter Straße 33 unterrichtet.

Und da beginnt das Problem. Denn die Schule hat keinen Internetanschluss. Offiziellen Angaben zufolge war ein aus vier gebündelten Leitungen mit je 16 MBit DSL-Anschluss vorgesehen. Jedoch sei der Telekom-Antrag verschütt gegangen. Demnach müsse nun ein neuer Antrag gestellt werden. Wann die Schule online geht, bleibt damit unklar.

Doch neben der nicht möglichen E-Mail-Kommunikation ergibt sich noch ein anderes Problem. So sind die Vertretungspläne auf Servern gespeichert, die in der Schule stehen und natürlich ohne Internetanschluss nicht erreichbar sind. Auch die E-Learning-Projekte sind so schwer möglich.

Für 1,6 Millionen Euro wird der Brandschutz verbessert, unter anderem durch den Einbau von Brandschutztüren. Auch die Erneuerung der IT-Technik sowie die Sanierung und Trockenlegung der Kellergewölbe sind vorgesehen.

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  • #115152

    Für ein Jahr umziehen heißt es für die Schüler des Herder-Gymnasiums in Halle (Saale). Weil ihr denkmalgeschütztes Schulgebäude im Medizinerviertel, d
    [Der komplette Artikel: Herder-Gymnasium in Halle ist „offline“]

    #115153

    Jaja, Halle und kein Ende.

    #115154

    Da sieht man, wohin es führt, wenn man sich nur noch auf Technik verlässt, über die man nichtmal mehr Kontrolle ausübt.

    #115155

    Da die Jugend heute per smarten Föns komplett vernetzt ist, dürfte doch alles kein Problem sein.
    (ironie off)

    #115156

    Das der Antrag an die Telekom „verloren“ gegangen ist , stellt ein Ärgernis dar – welches aber zu beheben ist.
    Die anderen Kommentare zeugen von Unkenntnis/Ignoranz des heutigen Schulalltages. Niemand verlässt sich vollständig auf Technik, aber sie gehört im modernen Leben und damit auch in der Schule einfach dazu und Kinder müssen lernen damit umzugehen.
    Die Einführung eines Onlinevertretungsplanes gehört übrigens wirklich zu den positiven Seiten der Internetwelt – jedenfalls wenn man sich noch erinnern kann , wie ärgerlich es ist, umsonst 7.30 Uhr in der Schule erschienen zu sein, obwohl 2 h Ausfall ist.

    #115157

    Was heißt hier Ärgernis? Wenn erst zum Umzug bemerkt wird, dass der Internetanschluss fehlt, ist das kein Ärgernis, sondern Schlamperei. Da war doch sicher für den Umzug noch mehr herzurichten und die Erfüllung muss Punkt für Punkt kontrolliert werden. Ich war in der freien Wirtschaft tätig, das ist eine ganz andere Welt als in anscheinend übriggebliebenen sozialistischen Amtsstuben.

    #115158

    Was das mit Sozialismus zu tun hat erschließt sich zwar nicht, ansonsten hast du aber völlig recht.

    #115159

    Ach ja Freie Wirtschaft, stimmt ja – da geht ja nie etwas schief, stimmt!

    Ich meine außer natürlich Lieferengpässe, Terminprobleme, Materialfehler, Betonkrebs, vergiftetes Spielzeug, Fleischskandal, BSE, Haarrisse in Tragflächen, Zündschlossskandal, Bergwerks“unglücke“, Dioxin, Fukushima, die totale Verpestung unseres Planeten…
    Hab ich was vergessen? Nein ich glaube nur noch zig tausend andere „Fehler“.
    Aber wenn auf ungeklärte Weise ein Internetanschluss nicht realisiert wird, ist gleich wieder Gysi schuld – Freie Wirtschaft fetzt total – frag mal deine Frisörin…

    #115170

    Letztlich war es menschliches Versagen – ganz ohne „Sozialismus“ oder „Privatwirtschaft“. Glücklicherweise geht es hier nicht um ein abgestürztes Flugzeug oder ein havariertes AKW…

    #115189

    Ich merke schon, was ich eigentlich schon immer gedacht habe, die wenigsten, die hier schreiben, kommen aus der freien Wirtschaft. Wer da noch aktiv ist, hat auch wenig Zeit dafür.

    Aber wenn auf ungeklärte Weise ein Internetanschluss nicht realisiert wird,

    Woher weißt du das? Hast du das versaubeutelt?

    #115211

    Niemand verlässt sich vollständig auf Technik, aber sie gehört im modernen Leben und damit auch in der Schule einfach dazu und Kinder müssen lernen damit umzugehen.
    Die Einführung eines Onlinevertretungsplanes gehört übrigens wirklich zu den positiven Seiten der Internetwelt […]

    Und was nützt ein Online-Vertretungsplan, wenn „online“ selbst ausfällt? Genau das ist es, was ich meine.
    Wer seine ganzen Daten nur in der „Wolke“ speichert, der ist ohne Internet einfach mal am Arsch, und das ist einfach nur dumm. Und was nützt ein Internetanschluss, wenn man zu doof ist, sich die Schuhe zuzubinden?

    Das Internet wischt dir auch nicht den Arsch ab, wenn du bettlägrig bist.

    #115214

    @ farbspektrum:

    Woher ich das weiß ? Ich habe oben den Artikel gelesen – du auch? ( „Antrag verschütt gegangen“ – was ist das anderes als ungeklärt?)

    @ duale 150:

    Er nützt nix, wenn er nicht funktioniert! Ich habe nur auf die kleinen Vorteile hingewiesen, wenn er funktioniert. Soll bedeuten, es könnte auch Vorteile haben technische Hilfsmittel in seinem Leben zuzulassen..
    und Schuhe zubinden, dafür gibts doch Klettverschluss -ach Mist das ist ja bestimmt auch verwerflicher technologischer Fortschritt!?
    Auch wirst du dich freuen wenn dein Pflegedienst dir (dank zeitnaher Dienstplananpassung per Smartphone) rechtzeitig den Hintern abwischt!

    #115218

    Den Artikel, in dem der Telekom der Schwarze Peter zugeschoben wird, habe ich gelesen.
    Gab es denn eine Eingangs- und Auftragsbestätigung?
    Wurde der Antrag überhaupt gestellt?

    #115222

    Da wünscht man sich doch die Schiefertafeln und Kerzen zurück. Da hätte man sich nicht mal um den Stromanschluss kümmern müssen.
    Wie man aber von sozialistischen Amtsstuben zu IM Ahnungslos kommt ist mir ein Rätsel.

    #115223

    Wie man aber von sozialistischen Amtsstuben zu IM Ahnungslos kommt ist mir ein Rätsel.

    Weil da auch so gewurschtelt wurde.

    #115225

    War in den Gebäuden nicht vorher die IGS (oder welche auch sonst) als Ausweichstandort vorübergehend dort untergebracht? Hatten diese denn keinen Internetanschluss?

    Oder lag es einfach nur an der Freischaltung? Und warum denn immer wieder bei der Telekom? Man kann auch andere Anbieter nutzen, wo die Freischaltung -natürlich von Telekommitarbeitern- schneller erfolgt, da sich dies die Telekom ja auch dafür mit einem Extrabonus gut bezahlen lässt.

    #115226

    Das ist doch mitten in der Südstadt, verfügen die Schulen nicht über nen Kabelanschluss von S+K, darüber wäre doch flux sogar ein 150 Mbit Anschluss machbar.
    Warum es immer die teure Telekom sein muss erschließt sich mir auch nicht, aber vielleicht hat die Stadt mit denen Exclusiv Vertrag.

    #115235

    Das sehe ich genauso… Entweder S+K oder Primacom, jenachdem, wer dort versorgt, bieten jeweils um die 150 Mbit an. Die Freischaltung wäre eine Sache von ein, maximal zwei Tagen.

    #115238

    @Erdgasfahrer ob die Schule mit Kabelfernsehen versorgt ist? 😉

    #115252

    Weil da auch so gewurschtelt wurde.

    Deine Referenz war mir schon noch klar aber diese Schlussfolgerung hat mich stutzen lassen:

    ist gleich wieder Gysi schuld

    Zu den Kabelanbietern:
    Selbst wenn da Kabelanbieter wider erwarten schon Kabel liegen haben sollten, die Verträge richten sich nicht unbedingt an geschäftliche bzw. öffentliche Kunden. Zumal da wohl andere Konditionen herrschen dürften.

    #115257

    Laut Verfügbarkeitprüfung bei Telecolumbus (Partner in Sachen Internet von S+K) ist volles Internet (150 Mbit) im Schulobjekt in der Rigaer Straße verfügbar. Im Objekt in der Ingollstädter Straße nicht.

    #115321

    Dieser Anschluss wäre jedoch kostenpflichtig gegenüber dem T@School-Anschluss.

    #115386

    Manchmal fragt man sich schon, wie wir früher in der Schule ohne Internet überlebt haben.

    #115550

    Wie ich höre, bekommen aber die Schüler bereits Hausaufgaben, die nur am heimischen Computer gelöst werden können, da sind natürlich auch in der Schule Computer notwendig.
    Wer zu Hause noch keinen PC hat, kann in die Stadtbibo gehen und PCs kostenlos nutzen.

    #115556

    Manchmal fragt man sich schon, wie wir früher in der Schule ohne Internet überlebt haben.

    Nicht so gebildet wie man es heute sein kann, wenn man das Internet nutzt.

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