Halles Lehrer streiken am Dienstagvormittag

2. März 2015 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

An normalen Unterricht ist am Dienstag an den halleschen Schulen wohl nicht zu denken. Die Lehrergewerkschaft GEW ruft die Pädagogen von 7 bis 10:30 Uhr zum einer Protestaktion auf dem Markt auf.

Auch nach der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst der Länder wurde keine Einigung erzielt. „Wir können es nicht hinnehmen, dass die Arbeitgeberseite weiterhin die Verhandlungen blockiert und Kürzungen der betrieblichen Renten vornehmen will“, sagte heute der Vorsitzende des GEW-Stadtverbandes Halle, Malte Gerken. „Mit einem Warnstreik wollen wir deshalb das deutliche Signal senden, dass wir hinter den Forderungen der GEW stehen und damit für unsere tägliche Arbeit nicht nur Anerkennung und Wertschätzung, sondern auch eine gerechte Bezahlung einfordern.“

Die gesunken Spritpreise dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele andere Ausgaben in den letzten Jahren gestiegen sind. Hinzu kommt, dass die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen mit ihren Einkommen bis zu 5 Prozent über dem Niveau der Landesbeschäftigten liegen. „Diese Kluft muss geschlossen werden! Wir sind keine Beschäftigten zweiter Klasse!“ Der Vorsitzende ergänzte, dass es diesmal nicht nur um eine bessere Bezahlung geht: „Wir fordern auch, dass die angestellten Lehrkräfte endlich den Schutz eines Tarifvertrages hinsichtlich ihrer Eingruppierung bekommen und die Zwei-Klassen-Bezahlung endlich aufhört.“

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