Halle will Glaucha-Schule, Gutjahr-Schule und Weidenplan-Schule herrichten

28. Juni 2015 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) will in diesem Jahr 2,9 Millionen Euro in Planungen zur Sanierung mehrerer Schulen stecken.
Dreyhauptschule
Der Finanzausschuss soll 600.000 Euro für das neue städtische Gymnasium locker machen. Die Schule geht im Sommer am Standort der bisherigen Gutjahr-Berufsschule an den Start, die nach Halle-Neustadt umzieht. Die Gelder sind aber nur für die Planung. Für die komplette Herrichtung als Gymnasium sind mehrere Millionen Euro nötig, die Zahlen schwanken zwischen 5,3 und 14 Millionen Euro. Die Schule wird nach und nach aufgebaut und soll erst im Jahr 2019 die volle Schülerzahl erreichen, im Sommer geht sie mit den ersten vier Klassenzügen und 112 Schülern der fünften Klasse an den Start. Die Sanierung soll dann in einem Jahr beginnen.

Glauchaschule

Glauchaschule


Mit 700.000 Euro will die Stadt auch die Planungen zur Sanierung der Glaucha-Schule vorantreiben. Die in der Innenstadt dringend nötige Grundschule, deren Sanierung schätzungsweise zwischen 4,5 und 6 Millionen Euro kostet, sollte eigentlich schon vor zwei Jahren öffnen. Doch erst fehlten Planungsmittel, dann sollte es eine zeitlich befristete Doppelnutzung des Gebäudes von Kita und Schule geben. Diesen Plänen schob aber das Landesverwaltungsamt einen Riegel vor.

Für die Weidenplanschule, die von der Berufsbildenden Schule V genutzt wird, fließen 200.000 Euro Planungsmittel. Hier ist unter anderem eine Brandschutz-Zwischensanierung nötig, um weitere Räumlichkeiten nutzbar zu machen. Voraussichtlich im Jahr 2018 wird der Standort Rainstraße, der kürzlich mit seinem katastrophalen Toilettenzustand Schlagzeilen machte, geschlossen und der Unterricht der Berufsschüler komplett in der Klosterstraße und Weidenplanschule stattfinden.

Für alle drei oben genannten Schulen hatte die Stadtverwaltung lange Zeit auf Fördermittel von Bund und Land gehofft, allerdings erfolglos. Dagegen sollen weitere Schulen nun für das Stark III-Förderprogramm angemeldet werden. Doch bevor die Anträge eingereicht werden können, müssen Planunterlagen erstellt werden. Dafür sind weitere 1,4 Millionen Euro nötig. Die Stadt hofft aber im Gegenzug auf 60 Millionen Euro Fördermittel.

Knapp 200.000 Euro werden in die Planungen zur Sanierung der Zweiten integrierten Gesamtschule und ihrer Turnhalle in der Rigaer Straße investiert. Die Schule geht zum neuen Schuljahr an den Start. Weitere Gelder sind für Planungen für das neue Förderschulzentrum im Carl-Schorlemmer-Ring, das Südstadt-Gymnasium, den Schulkomplex Kastanienallee, die Grundschule Hanoier Straße und die Grundschule Hans Christian Andersen vorgesehen.

Finanzieren will die Stadt die nötigen Ausgaben mit Mittel aus dem Verkauf kommunaler Anteile an der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH Torgau (FEO ). Dies soll zwei Millionen Euro einbringen. Bei der Datenverarbeitung der Stadtverwaltung sollen 573.200 Euro eingespart werden, 300.000 Euro weniger fließen in die Brandschutzsanierung am Südstadtgymnasium und 1.400 Euro können bei Zahlungen an die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH eingespart werden.

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