Halle Strei(k)t: Studenten, Uni-Mitarbeiter und Kulturleute protestieren

29. April 2014 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Tausende Studenten, Lehrer, Schüler, Theater und Schauspieler ziehen derzeit durch Halle (Saale). Sie protestieren gegen die Sparpolitik der Landesregierung.

Los ging der Protestzug am Neuwerk. Von dort aus ging es zum Friedemann-Bach-Platz an der Leopoldina. Dort tagen derzeit die Landtagsfraktionen. Unterstützung erhielten sie von der Citygemeinschaft. Deren Vertreterin Beate Fleischer sagte, man müsse gemeinsam für den Bildungsstandort Halle einstehen.

bildungsstreik_04Kernforderungen des Protestbündnisses sind der Erhalt aller Studienplätze in Sachsen-Anhalt und die Rettung der von der Schließung bedrohten Institute an der Universität, der Erhalt der Studentenwerke und ihrer sozialen Funktionen, der Erhalt der vielfältigen Kulturlandschaft sowie eine flächendeckende Unterrichtsversorgung an den Schulen. Zudem spricht sich das Bündnis gegen pauschale Kürzungen und die Verkürzung der Bibliotheksöffnungszeiten an der Universität sowie gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Sektor aus.

„Die Kürzungspläne der Landesregierung von Ministerpräsident Haseloff zeigen in krasser Weise Ignoranz gegenüber der Hochschulautonomie und Ignoranz gegenüber den wirtschaftlichen Belangen in unserem Land. Die Entwicklung zukunftsfester Strukturen für unsere Hochschulen und unser Land sieht anders aus“, meint Claudia Dalbert (Grüne). „Was wir bisher erlebt haben, ist ein Alleingang nach dem Motto ‚Wir da oben, ihr da unten‘. Der anhaltende Protest der Menschen heute in Halle darf von der Landesregierung nicht überhört werden.“ Unter den Demonstranten waren auch der hallesche Landtagsabgeordnete der Linken, Hendrik Lange, und sein Fraktionsvorsitzender Wulf Gallert. Thomas Felke (SPD) und Bernhard Bönisch (CDU) waren als Zaungäste auf der anderen Seite der Leopoldina dabei.

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