Glauchaschule öffnet frühestens zum Schuljahr 2015/16

27. Oktober 2013 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Und der Termin verschiebt sich immer weiter nach hinten: als neuen Zeitplan für die Eröffnung der Grundschule Glaucha schwebt der Stadtverwaltung das Schuljahr 2015/16 vor. Das geht aus der neuen Schulentwicklungsplanung der Stadt hervor. Damit bestätigen sich Befürchtungen, von denen HalleSpektrum.de bereits im April berichtet hatte.

Glauchaschule

Mit dem Zeitplan ignoriert die Stadtverwaltung einen Beschluss des Stadtrates. Der nämlich fordert eine Eröffnung zum Sommer 2014. Ursprünglich sollte die neue Grundschule, die wegen steigender Kinderzahlen in der Innenstadt nötig ist, sogar schon zum Schuljahr 2013/14 öffnen, also vor drei Monaten. Doch bislang ist das Gebäude nicht saniert, und eine Teilnutzung mit zeitgleicher Sanierung des restlichen Gebäudes hatte das Landesschulamt nicht genehmigt. Kritisiert wurde in einem Bescheid Anfang des Jahres durch das Landesschulamt aber auch, dass gegenwärtig auch kein separater Bereich für die Grundschule im Gebäude in der Heinrich-Pera-Straße eingerichtet werden kann, weil das Haus auch für eine Kita und einen Hort genutzt wird. Mindestens bis Jahresende käme es zu einer Doppelnutzung, „die Störungen und Einschränkungen im Tagesablauf beider Einrichtungen nach sich ziehen würden.“ Mängel würden zudem bei den sanitären Anlagen, der Garderobe und der Schülerspeisung bestehen. So gebe es gerade einmal 35 Plätze – bei zusammengerechnet 140 Kindern aus Grundschule und Kita.

Um die Sanierung zu stemmen, braucht die Stadtverwaltung aber Geld, etwa 4,5 Millionen Euro. Sie hofft auf Mittel aus dem Stark III-Programm der Landesregierung. Anschließend folgt das Planungs- und Baugenehmigungsverfahren, das 29 Wochen in Anspruch nehmen wird. Hinzu kommen 8 Wochen für die Ausschreibung und Vergabe sowie 52 Wochen für den Bau. Unter anderem brandschutztechnische Anlagen installiert und Fluchtwege gesichert werden.

Einher geht die Eröffnung der neuen Einrichtung mit einer Änderung der Einzugsbereiche an den Grundschulen „August Hermann Francke“, „Am Ludwigsfeld“ und Johannesschule. Dieser werden dadurch kleiner, die Kinder müssen nicht mehr so weit laufen.

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