Forderung nach mehr Geld: Lehrer-Streiks ab Dienstag in Halle

27. Februar 2015 | Bildung und Wissenschaft | 3 Kommentare

In Halle (Saale) drohen ab Dienstag Streiks der Lehrer. Das kündigte die Lehrergewerkschaft GEW an. In den kommenden zwei Wochen sind mehrere Aktionen geplant. Welche Schulen betroffen sein werden, soll am Wochenende bekannt gegeben werden.

Für die Lehrer fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften ein Gehaltsplus von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro mehr. Auch eine bessere betriebliche Altersvorsorge wird gefordert. Bundesweit sind deshalb schon am Montag erste Aktionen geplant.

Anlass ist die erfolglos verlaufene zweite Verhandlungsrunde. Auf die seit Monaten in Sondierungen vorbereitete Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte seien die Arbeitgeber nicht eingegangen. Sachsen-Anhalts GEW-Landesvorsitzender Thomas Lippmann sagte dazu: „Mit diesem Manöver haben die Arbeitgeber ihre Verhandlungszusagen klar gebrochen. Wenn die Arbeitgeber die Eskalation auf die Spitze treiben, werden die Beschäftigten die Antwort nicht schuldig bleiben.“

„Wenn die Arbeitgeber nicht unverzüglich zur Vernunft kommen und die dritten Runde Mitte März für die noch vor wenigen Tagen vollmundig zugesagten Verhandlungen nutzen, werden sie die greifbare Chance für einen bundesweiten Tarifvertrag verspielen. Dann sind die einzelnen Bundesländer wieder selbst in der Pflicht, den tariflosen Zustand für ihre Beschäftigten zu beenden“, so Lippmann. Bei der Erhöhung der Tabellenentgelte habe es ebenfalls keine Bewegung gegeben. „Auch hier fehlt noch jedes konkrete Angebot“, stellte Lippmann klar. Offensichtlich glauben die Arbeitgeber, die Beschäftigten mit einer „Null-Nummer“ abspeisen und sogar die betriebliche Altersvorsorge kürzen zu können. „Diesem Irrglauben werden wir ein deutliches Zeichen der Beschäftigten entgegensetzen“, fügte Lippmann hinzu und kündigte Warnstreikaktionen für die kommenden beiden Wochen bis zur dritten Verhandlungsrunde an.

Erst vor zwei Jahren hatten die Lehrer erfolgreich für ein Lohnplus gestreikt.

Print Friendly, PDF & Email
3 Kommentare

Kommentar schreiben