Energiewerkstatt: Kinder spielerisch an Energieberufe heranfüren

14. Januar 2013 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Der demografische Wandel schlägt immer mehr auf die Unternehmen durch. Deshalb müssen sich die Firmen anstrengen im Kampf um gute Azubis. Vor allem aber sollen Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Berufe herangeführt werden – auf spielerische Weise mit Experimenten.

Mehrere Unternehmen haben sich deshalb jetzt zusammengetan, und bündeln in der „Energiewerkstatt“ ihre Bildungsangebote als Bestandteil des seit zwei Jahren etablierten Saline-Technikums, um so Kita und Schule besser mit der Wirtschaft zu vernetzten. Mit dabei sind beispielsweise die Stadtwerke Halle. Arbeitsdirektor René Walther erklärt das Dilemma: vor Jahren noch hatte der Konzern 3.000 Bewerbungen auf die 50 Ausbildungsplätze, heute sind es noch 250 und viele von ihnen nicht qualifiziert genug. „Wir werden vermutlich nicht alle Ausbildungsstellen besetzen können“, so Walther. Dabei ist Nachwuchs dringend nötig. So geht zwischen den Jahren 2016 und 2020 altersbedingt ein Drittel aller Mitarbeiter in Rente. Vor allem Anlagenmechaniker und Elektrotechniker werden händeringend gesucht. Mit im Boot sind aber auch das Bildungszentrum Energie und Envia M, außerdem gibt es begleitende Unterstützung von UfU Unabhängiges Institut für Umweltfragen, die Hochschule Merseburg und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Die Initiatoren hoffen aber, dass sich noch weitere Firmen anschließen oder vielleicht ähnliche Projekte beispielsweise in der Chemiebranche starten.

Die Bildungsangebote erstrecken sich über die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik. So ist im Technischen Halloren- und Salinemuseum ein Experimentierzug aufgebaut. Hier können die Kleinen nach Lust und Laune rumprobieren – und dabei unter anderem eine eigene Leuchtdiode bauen oder schauen, was denn alles Strom weiterleitet: Wasser, Salz, Kohle, Aluminium…

Mit der Bündelung der Angebote unter einer Dachmarke soll es auch für Lehrer künftig einfacher werden, die richtigen Bestandteile für die eigenen Schüler zu nutzen.

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