Bildungspaket: leicht steigende Zahl der Lernhilfe-Anträge

16. Oktober 2014 | Bildung und Wissenschaft | Keine Kommentare

Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung sollen vermeintliche Benachteiligungen von Kindern aus Hartz IV-Familien verhindert werden.

Für „Bildung“ wird es aber in Halle (Saale) schon seit Beginn an so gut wie nicht genutzt. Die meisten Anträge gehen beim Sozialamt und Jobcenter für Mittagessen ein, gefolgt von Vereinsmitgliedschaften.
Doch so langsam legen Eltern offenbar doch Wert auf Bildung. Das geht aus einer Anfrage des Stadtrates Eric Eigendorf (SPD) im Sozialausschuss hervor. Demnach wurden in diesem Jahr bereits 537 Anträge für Lernförderung gestellt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 476, im Jahr zuvor sogar nur 253.
Sozialdezernent Tobias Kogge bewertet die Entwicklung positiv, weist aber zugleich auf die geforderten Voraussetzungen bei der Lernförderung hin. Diese müsse geeignet sein, wesentliche Lernziele zu erreichen. Hauptziel sei die Versetzung in die nächste Klassenstufe und letztendlich der erfolgreiche Schulabschluss.

Laut Kogge werden aktuell über das Bildungspaket Angebote zur Unterstützung sprachlicher Kompetenzen gefördert. Dazu habe es bereits erste Absprachen mit Grundschulen und Anbietern gegeben. Bereits im vor wenigen Wochen begonnenen Schuljahr soll es erste Angebote geben. Bereits von Beginn an habe man Eltern regelmäßig zu den vorhandenen Angeboten der Lernförderung informiert. Man verteile auch Flyer an den Schulen. Die Erfahrung zeige jedoch, dass die direkte Ansprache der effektivste Weg sei. Hier setzt die Stadtverwaltung auch auf die Schulsozialarbeiter.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben