Bildungsausschuss mit Bauchschmerzen für Planetarium am Gasometer

4. November 2014 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Mehrheitlich bei einer Enthaltung durch Denis Häder (MitBürger) hat sich der Bildungsausschuss am Dienstagabend für den Bau des neuen Planetariums am Gasometer auf dem Holzplatz entschieden. Allerdings äußerten die Räte einige Bauschmerzen.
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Das alte Planetarium auf der Peißnitz sei laut Gutachten ein Totalschaden, meinte die zuständige Kulturdezernentin Judith Marquardt. Daneben empfehle das Gutachten wegen der Hochwassergefahr, die Peißnitzinsel nicht für einen Neubau zu nutzen. Marquardt hob das Planetarium als Alleinstellungsmerkmal für Halle in Sachsen-Anhalt hervor. Daneben komme die Entscheidung für den Holzplatz auch der Stadtentwicklung zugute, das Areal könne weiterentwickelt werden.
André Scherer (Sachkundiger Einwohner Neues Forum) zweifelte an, dass wirklich 100 Stellplätze nötig sind. Dies sei nur eine Option, hieß es von der Stadtverwaltung. Zudem wolle man das gesamte Areal entwickeln und nicht nur das Gasometer. Möglicherweise steigende Baukosten und unvorhersehbaren Ausgaben beim Unterhalt befürchtet Andreas Schachtschneider (CDU). Torsten Bau (SKE Grüne) äußerte Hochwasserbedenken und wünschte auch die Einplanung von Fahrradplätzen, Thomas Senger (Stadtelternrat) sprach die Kontaminierung des Areals an und Hendrik Lange (Die Linke) fragte nach dem Sponsoring. Hierzu habe man Stillschweigen vereinbart, meinte Kulturdezernentin Judith Marquardt. Denn nur 6,8 Millionen der 8 Millionen Euro Baukosten kommen aus der Fluthilfe, der Rest soll durch Spenden und Sponsoring aufgebracht werden.

Kritik kam auch daran, dass die Vorlage erst so spät kommt. Schließlich muss der Antrag bereits spätestens am 31.12.2014 beim Land sein. Daneben wurde bekannt, dass erstmal nur die Standortwahl getroffen wird. Über das Betreiberkonzept solle später entschieden werden.

Insgesamt hatte die Stadt neun mögliche Standorte untersucht und sich für den Holzplatz entschieden. Alle Informationen zur Standortwahl und zum Aussehen des neuen Planetariums gibt es hier.

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