Bildungsausschuss bestätigt Schulentwickungsplan

16. Dezember 2014 | Bildung und Wissenschaft | 2 Kommentare

Der Bildungsausschuss hat am Dienstagabend mehrheitlich den Schulentwicklungsplan für das kommende Schuljahr beschlossen. Bestätigt wurde dabei der Kompromiss, der vor anderthalb Wochen bei einer Sondersitzung zwischen Bildungsexperten der Fraktionen und der Stadtverwaltung ausgehandelt worden war. Das letzte Wort hat der Stadtrat.

Hendrik Lange (Linke) begrüßte den ausgehandelten Kompromiss. Doch nicht in allen Fraktionen stößt dieser auf Gegenliebe. „Ob dieser Kompromiss die heutige Sitzung übersteht ist die Frage“, warf Ulrike Wünscher (CDU) gleich zu Beginn der Diskussion in den Raum. Ein Teil ihrer Fraktion stimmte deshalb auch gegen die Schulentwicklungsplanung.

Thomas Senger vom Stadtelternrat wollte das neue Gymnasium in der Dölauer Straße einrichten. Dies gehe nicht, weil man für die Pausenhofflächen den Parkplatz der Brandberge-Halle wegnehmen müsste, meinte Bildungsdezernent Tobias Kogge. Doch dieser sei Bestandteil der Betriebsgenehmigung. Unklar sei zudem, ob man für den Standort überhaupt eine Baugenehmigung bekomme. „Eine der verrücktesten Ideen“ nannte es Senger, das Gymnasium am Hallmarkt einzurichten. Das sei weder räumlich noch sächlich noch schulorganisatorisch machbar. Allerdings stimmte kein einziger Rat für seinen Antrag. Ebenfalls abgelehnt wurde ein Antrag, die geplante neue IGS zunächst nicht zu eröffnen, sondern ein Jahr zu warten, bis sich das neue Gymnasium etabliert hat.

Das neue Gymnasium kommt in die Oleariusstraße. Die Gutjahr-Berufsschule wiederum kommt in die ehemalige Schule des DVZ nach Halle-Neustadt. Das Gebäude wird zuvor für 50.000 Euro hergerichtet. Mittelfristig soll das Gymnasium wachsen. Dann muss auch die Dreyhaupt-Berufsschule aus dem Komplex ausziehen, sie kommt in den Carl-Schorlemmer-Ring. Bislang hat der Schulkomplex am Hallmarkt keine Turnhalle, die neuen Schüler sollen deshalb die des Georg-Cantor-Gymnasiums mitnutzen. Die Stadt hofft aber auf einen Neubau am Steg aus Fluthilfe-Mitteln.

Eigentlich wollte die Stadtverwaltung das neue Gymnasium in der Rigaer Straße in der Südstadt einrichten. Das hatte für heftige Kritik bei Stadträten gesorgt, weil der Bedarf an Gymnasialplätzen insbesondere in der Mitte und im Norden der Stadt besteht. In der Rigaer Straße soll dagegen nun eine neue Integrierte Gesamtschule mit Gymnasialzweig entstehen. Die Kooperative Gesamtschule KGS Wilhelm von Humboldt in Halle-Neustadt bekommt einen weiteren Gymnasialzweig.

Das neue Förderschulzentrum kommt in die Harzgeröder Straße in Halle-Neustadt. Und die Fusion der Grundschulen „Wolfgang Borchert“ und Zollrain am Standort Wolfgang-Borchert-Straße fand in der Konferenz auch eine Mehrheit. In der Ottostraße, eigentlich wollte die Stadt hier die neue Gesamtschule einrichten, kommt das neuen Zentrum “Arbeit, Wirtschaft, Technik”, das damit seine maroden Räumlichkeiten in der Liebenauer Straße verlassen kann.

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