150 Plätze fehlen an Gesamtschulen

3. April 2019 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Zur aktuellen Stunde zum Thema Schulplatzvergabe an weiterführende Schulen hat zur Sitzung des Bildungsausschusses am Dienstag die Fraktion die GRÜNEN die Schulleiter*innen von mehreren Schulen eingeladen. Außer Herr Mingenbach (Schulleiter der freien Schule Elisabethgymnasium) konnten diese aus dienstrechtlichen Gründen nicht teilnehmen. Frau Ranft (Fraktion die GRÜNEN) stellt fest, dass es einen Run auf Gesamtschulen gäbe und eine Lösung für die Folgejahr gefunden werden müsse. Die Verwaltung bestätigt, dass es mehr Schüler*innen sind, die auf einen Platz warten und räumt ein, dass eine Lösung gefunden werden muss. Herr Senger (sachkundiger Einwohner und Sprecher des Stadtelternrates) berichtet über den ersten Informationsabend des Stadtelternrates in der Aula der IGS. Hier waren ca. 100 interessierte Eltern erschienen. Die Eltern seien sehr verunsichert und fühlten sich mit Alternativangeboten durch die Stadt nicht wohl. Es werden 150 Plätze an Gesamtschulen benötigt. So vielen Viertklässlern konnte der Wunsch auf eine Beschulung, die verschiedene Schulabschlüsse ermöglicht, nicht erfüllt werden. Es gäbe ein Anrecht auf die Schulform Integrative Gesamtschule, ein Losverfahren zur Schule wäre möglich, aber nicht zur Schulform. Die Stadt müsse so viel Plätze vorhalten, dass alle Schüler einen Platz in einer Gesamtschule bekommen kritisiert Herr Senger. Es sei unmöglich, dass einem Sekundarschüler ein Platz im gymnasialen Zweig der Kooperativen Gesamtschule angeboten wird. Er kämpfe seit 12 Jahren dafür, ein auskömmliches Angebot an Gesamtschulen in der Stadt zu schaffen, die IGS I (Steintor) laufe immer im Losverfahren, schon seit 2013/14 sei die Umlenkung kein rechtskonformes Verfahren. Er überlege, eine Strafanzeige gegen die Stadt zu stellen.

Frau Brederlow räumt ein, dass sich das Anwahlverfahren verändert hat. Die IGS II und die Gemeinschaftsschulen schaffen den Ausgleich nicht. In Gemeinschaftsschulen gibt es noch 100 freie Plätze. Der Vorschlag der Erweiterung der bestehenden zwei Integrativen Gesamtschulen könne ohne das Landesschulamt nicht erfolgen, weil hier die nötigen Lehrkräfte fehlen würden. Die IGS II befindet sich zurzeit in der Sanierung und einer fünf- Zügigkeit der IGS II steht weiterhin das Konzept dieser Schule im Wege. Hier besteht die Gefahr der Fördermittelrückforderung. Perspektivisch könne eine dritte IGS eröffnet werden. Das Auswahrverfahren per Losverfahren sei entsprechend der Verordnung rechtssicher. Der Anspruch auf eine Schulform sei ein Anspruch im Rahmen der Kapazitäten. In einer künftigen Gestaltung der Satzung werden die Aufnahmekapazitäten der Schule festgelegt.

Herr Lange (Fraktion die LINKE) findet die Situation ebenfalls unbefriedigend. Eine Lösung für die am meisten angewählte Schulform IGS wäre perspektivisch in der Schule am Holzplatz möglich.

Herr Mingenbach könnte am Elisabethgymnasium einen 5. Zug mit 28 Plätzen aufmachen, um die Situation an den Gymnasien zu entspannen. Hierfür müsse die Stadt einen Antrag an das Bildungsministerium stellen. „Was wir auch tun werden“, versicherte Frau Brederlow.

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben