Nach Rockerschüssen in der Südstadt: sechs Jahre Haft

22. Januar 2015 | Blaulicht | Keine Kommentare

Ein ehemals führendes Mitglied des Rocker-Clubs „Underdogs“ muss für sechs Jahre hinter Gitter. Das Landgericht in Halle verurteilte den 30-jährigen Angeklagten wegen versuchten Totschlags, zwei Fällen von Körperverletzuung und unerlaubten Waffenbesitzes. Die Verteidigung hatte Freispruch wegen Notwehr gefordert und kündigt Revision an.
Murmansker Straße2
Laut Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte am 6. Mai vergangenen Jahres ein Mitglied der verfeindeten Chicanos niedergeschossen. Das Opfer konnte sich noch in das Bergmannstrost-Krankenhaus schleppen und wurde dort notoperiert. Auch soll der Verurteilte laut Anklage am 01.03.2013 in einer Diskothek einen anderen Gast geschlagen haben. Am 16.03.2014 soll er auf einen Bolzplatz am Rande eines Fußballspiels zwischen zwei Freizeitsportmannschaften einen der Spieler mit einem Schlagring geschlagen und ihm so eine lebensgefährliche Schädelbasisfraktur mit Hirnblutung zugefügt haben. Hintergrund der Tat soll gewesen sein, dass der spätere Geschädigte im Rahmen des Spiels einen Gegenspieler verletzt habe, woraufhin dieser telefonisch den Angeklagten, der derselben Rockergruppierung angehört wie der verletzte Spieler, herbeigerufen habe

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