Gleisbauer aus Halle stirbt bei Bahnunfall im Vogtland

4. Januar 2013 | Blaulicht | 1 Kommentar

Am Freitag, dem 4. Januar 2013, kam es auf der Sachsen-Franken-Magistrale im Vogtland zwischen Hof und Plauen zu einem folgenschweren Bahnunfall. Gegen 10:40 Uhr erfasste ein Zug der Vogtlandbahn, der um 10:07 Uhr in Hof gestartet war, kurz nach der Abfahrt am Bahnhof Mehltheuer Mitarbeiter zweier Firmen, die mit Arbeiten am Gleis im Auftrag der Deutschen Bahn beschäftigt waren. Die Frau (50) aus Sehmatal im Erzgebirge war sofort tot, der Mann (50) aus Halle/Saale erlag kurz darauf am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Auch eine Streife der Bundespolizei, die sich im Zug befand und damit unmittelbar vor Ort war, konnte trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen nichts mehr für die Beiden tun. Nach ersten Erkenntnissen war eine Firma mit dem Abbau einer automatischen Sicherungsanlage betraut, die bei Bauarbeiten an Bahnstrecken zum Einsatz kommt, die andere in diesem Zusammenhang mit der Sicherung der im Gleisbereich Arbeitenden beauftragt. Weshalb beide Personen zu nah an das Gleis gerieten, ist derzeit völlig unklar und Gegenstand der nun folgenden umfangreichen Ermittlungen durch die Bundespolizei. Auf staatsanwaltschaftliche Anordnung wurden die beiden Verunfallten der Gerichtsmedizin übergeben und der Zug der Vogtlandbahn zunächst sichergestellt. Die zweigleisige Bahnstrecke war an der Unfallstelle für ca. vier Stunden voll gesperrt. Die Deutsche Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr auch für die Reisenden ein, die sich noch im Zug der Vogtlandbahn befanden. Mitarbeiter eines Kriseninterventionsteams betreuten die unter Schock stehenden weiteren vor Ort befindlichen Beschäftigten beider Firmen sowie den Triebfahrzeugführer der Vogtlandbahn.

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