Betrunkener liefert sich Verfolgungsjagd durch die halbe Stadt, demoliert Streifenwagen und Ampel

22. September 2012 | Blaulicht | Keine Kommentare

Fast so wie im Krimi: ein Betrunkener hat sich in Halle (Saale) eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Einer Funkstreifenwagenbesatzung war der Mann gegen 02:30 Uhr mit seinem PKW Hyunday durch seine Fahrweise aufgefallen.

Der Aufforderung zwecks Verkehrskontrolle anzuhalten, kam der Fahrer zunächst in der Halberstädter Straße nach, gab dann aber wieder Gas, als die beiden Beamten auf sein Fahrzeug zukommen und entzog sich so der Kontrolle. Die Polizeibeamten nahmen die Nachfahrt auf, der Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen und fuhr nicht nur sehr schnell im Stadtgebiet, sondern missachtete auch rote Ampeln und nutzte die Fahrbahn mittig.

Im Bereich Trotha kam es dann zur Kollision des Hyundai mit dem Funkstreifenwagen und weiterhin mit einer Lichtzeichenanlage und Blumenkübeln. Die Fußgängerampel Trothaer Straße/ Köthener Straße wurde dadurch stark beschädigt. Ein weiterer Funkstreifenwagen, der inzwischen hinzugerufen wurde, versuchte die Straße vor dem Hyundai zu blockieren, doch auch mit diesem kommt es zum Zusammenstoß, dennoch fährt der PKW-Fahrer weiter.

Die Funkstreifenwagen folgen dem Unfallfahrer weiter unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten. Der Hyundai Terracan mit Salzlandkreis-Kennzeichen setzte seine Fahrt auf der Magdeburger Chaussee stadtauswärts weiter fort (in Richtung Morl, dann Richtung Teicha). In der Nähe der Ortschaft Teicha verließ der Fahrzeugführer schließlich das Fahrzeug, mit dem er auf einen Acker gefahren ist, kann aber kurz darauf zu Fuß durch die Beamten ergriffen werden.

Es handelt sich um einen 45jährigen aus Aschersleben. Es besteht der Verdacht, dass er das Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol geführt hat, was möglicherweise sein Motiv gewesen sein könnte, nicht anzuhalten. Ein Atemalkoholtest ergab 1,3 Promille, eine Blutentnahme wurde veranlasst. Der Führerschein des Mannes konnte nicht sichergestellt werden, da er nicht mitgeführt wurde. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Ascherslebener die Polizeidienststelle heute Morgen wieder verlassen.

Die Ermittlungen zur aufgenommenen Strafanzeige dauern an. Allein an den beiden Funkstreifenwagen ist ein Schaden in Höhe von ca. 8.500 Euro entstanden. Der Gesamtschaden wird auf etwa 16.500 Euro geschätzt.

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