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Ungehobener Schatz und künstlerische Vielfalt – Stadtmuseum Halle lädt zu besonderen Abenden ein

Gleich zwei Veranstaltungen rücken in den kommenden Tagen das kulturelle Erbe Halles in den Mittelpunkt.

Am Donnerstag, den 25. September 2025, spricht Kuratorin Ute Fahrig im Christian-Wolff-Haus über die Erforschung von Bildmaterial zur traditionsreichen Wagenfabrik Ludwig Kathe & Sohn. Das Unternehmen, das seine Wurzeln in einer 1833 gegründeten Stellmacherwerkstatt hatte, zählte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bedeutenden Karosseriebauern Deutschlands. Bereits 1907 stellte es als erstes Unternehmen eine allseits geschlossene Limousinenkarosserie vor. Über 300 Glasplattennegative mit historischem Bildmaterial befinden sich heute im Bestand des Stadtmuseums. Fahrig präsentiert erste Forschungsergebnisse, die bei der Sicherung und Erschließung dieses fotografischen Schatzes gewonnen wurden. Der Eintritt ist frei, Beginn ist um 18 Uhr.

Am selben Abend bietet Kurator Prof. Dr. Bernd Lindner im Rahmen der Ausstellung „Von Halle nach Halle“ eine Führung durch das Werk des 1922 in Halle geborenen Künstlers Hans Nowak. Der Maler, der sich mit handwerklicher Präzision von klassischen Vorbildern bis zur abstrakten Kunst bewegte, blieb in seiner Heimatstadt lange weitgehend unbekannt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er im Zusammenhang mit dem sogenannten Monet-Skandal, der zugleich seine Meisterschaft belegte wie auch zu seiner Ausgrenzung aus der musealen Kunstszene führte. Lindner geht in der Führung sowohl auf die stilistische Bandbreite als auch auf die ungewöhnliche Rezeptionsgeschichte Nowaks ein. Beginn ist ebenfalls um 18 Uhr, Eintritt 7 €, ermäßigt 5 €. Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Januar 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen.

Stichworte: Stadtmuseum Halle, Ute Fahrig, Wagenfabrik Kathe, Hans Nowak, Karosseriebau, Monet-Skandal, Ausstellung

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