Halle hat eine reiche Szene aus Malern, Grafikern, Fotografen.
Dafür hatte Hans Georg Sehrt ihn einst erfunden, den Halleschen
Kunstpreis für herausragende Bildende Künstler der Stadt. In seinem
Grußwort erinnerte Bernd Wiegand an den unlängst Verstorbenen und
seine Lebensleistung.
Alexander Suckel mit seinem Schlagzeuger Jürgen Kober und dem
Gittaristen Scotti Gottwald begleiteten den Abend im Literaturhaus
musikalisch mit anspruchsvollen Werken von Bach und
Schostakowitsch.
Der diesjährige Preisträger
ist Sebastian Herzau. Er ist Jahrgang 1980 und der jüngste unter
den bisherigen Preisträgern, studierte an der Burg bei Prof. Ute
Pleuger und ist ungeheuer produktiv und erfolgreich.
Prof. Jens Gussek aus Koblenz hielt die Laudatio. Eine kleine
Geschichte scheint typisch für Herzau. Gussek hatt ihn als Lehrer
für seine Studenten nach Koblenz eingaladen. Herzau kam, packte
Staffelei, Leinwand, Pinsel und Farben aus und begann zu malen –
jeden Tag. Geredet hat er wenig, hat aber eine solch krative Aura
verbreitet, dass den Studenten nichts weiter übrig blieb, als es
ihm gleich zu tun. „Wer etwas verändern will, sollte bei sich
selbst beginnen“, sagt Herzau.
Mit der Verlehung des Kunstpreises ist eine Personalausstellung im
Literaturhaus verbunden. Herzau wollte eine „schöne Ausstellung“
machen und das ist ihm gelungen.
Geöffnet ist sie jeweils 1 Stunde vor Beginn jeder Veranstaltung
und ab 1. Dezember jeden Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr. Der
Künstler selbst führt durch die Ausstellung am 1.12. und am 15.12.
ab 15.00 Uhr
Sebastian Herzau erhält den 12. Halleschen Kunstpreis