Halle (Saale), Januar 2026 – Fünf neue Kurzfilme der Reihe „Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen“ werden am Montag, 26. Januar 2026, um 18 Uhr im Puschkino, Kardinal-Albrecht-Straße 6, erstmals gezeigt. Die Vorführung findet anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und des Nationalsozialismus am 27. Januar statt.
Die Filmreihe ist inspiriert vom Stolperstein-Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Studierende des Master-Studiengangs Multimedia und Autorschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg setzen sich seit 2007 in dokumentarischen Projekten mit den Menschen und Geschichten hinter den Gedenksteinen auseinander. Seit 2016 werden die Filme in Kooperation mit dem Zeitgeschichte(n) e. V., dem Stadtmuseum Halle und weiteren Partnern jährlich im Januar gezeigt.
Unter dem Motto „Ungesehen!“ behandeln die diesjährigen Produktionen unterschiedliche Themen:
- Protokolliert, Benutzt, Vergessen beleuchtet die systematische Zwangsprostitution in Lagerbordellen.
- Die Nase als Zeichen des Anderen zeigt die antisemitischen Schönheitsnormen im historischen Kontext.
- Kurt Koch und der Rosa Winkel erzählt die Geschichte des homosexuellen NS-Opfers Kurt Koch aus Halle.
- Gestohlenes Gedenken dokumentiert Angriffe auf Stolperstein-Gedenkorte in Zeitz und die städtische Zivilcourage.
- Der Weg zurück begleitet Michal Saar Bleiweiß auf der Spurensuche nach ihrem Vater Manfred Katz, einem Holocaust-Überlebenden aus Halle.
Die Filmschaffenden stellen ihre Werke persönlich vor, Michal Saar Bleiweiß ist ebenfalls anwesend. Moderiert wird das Gespräch von Silvana Sieborn. Der Eintritt ist frei.