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Magdeburger Dom: Otto ist wirklich Otto

Magdeburg – Eine bedeutende historische Frage scheint geklärt: Die im Magdeburger Dom beigesetzten Gebeine stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Otto I., bekannt als Otto der Große. Das teilte Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller am Mittwoch mit.

Möglich wurden die Untersuchungen durch die Restaurierung des Kaisergrabs. Dabei wurde der Sarkophag geöffnet und die sterblichen Überreste wissenschaftlich analysiert. Neben anthropologischen Untersuchungen spielten auch genetische Vergleiche eine entscheidende Rolle.

Nach Angaben der Forschenden stimmen die Ergebnisse eindeutig mit bekannten Daten überein. Besonders der genetische Abgleich mit Heinrich II. habe die Identifizierung gestützt. Für die Wissenschaft ist dies ein wichtiger Befund, da bei historischen Gräbern immer wieder Zweifel an der tatsächlichen Identität der Bestatteten bestehen.

Bereits erste Analysen hatten gezeigt, dass es sich um einen etwa 60 Jahre alten Mann handelte, der mit rund 1,80 Metern Körpergröße für seine Zeit ungewöhnlich groß war. Diese Merkmale passen zu den überlieferten Beschreibungen Ottos.

Otto I. gilt als eine der prägenden Gestalten des Mittelalters. Er wurde 962 zum Kaiser gekrönt und legte den Grundstein für das spätere Heilige Römische Reich. Mit seiner Herrschaft verband er das ostfränkisch-deutsche Reich mit Italien und stärkte die kaiserliche Macht in Europa nachhaltig.

Die neuen Erkenntnisse gelten als wichtiger Beitrag zur historischen Forschung. Sie bestätigen nicht nur die Identität des Kaisers, sondern liefern auch neue Hinweise zu seiner Herkunft und familiären Einordnung.

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