Halle (Saale), 8. Dezember 2025 – Am Donnerstag, den 11. Dezember 2025, findet im Stadtmuseum Halle eine Lesung und ein Gespräch mit der Autorin Dr. Sophie Hubbe und Betroffenen zum Thema „Erinnerungen einer ungewünschten Generation“ statt. Beginn ist um 17 Uhr. In der Veranstaltung wird die Geschichte der Besatzungskinder und ihrer Nachkommen auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln behandelt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland zahlreiche Kinder von alliierten Soldaten und einheimischen Frauen geboren. Diese Kinder wuchsen in schwierigen Verhältnissen auf, geprägt von Stigmatisierung und Ausgrenzung. Als „Nachwuchs des Feindes“ und oft ohne leiblichen Vater, erlebten sie Konflikte innerhalb ihrer Familien und mussten sich einem gesellschaftlichen Vorurteil stellen. Viele dieser Besatzungskinder sowie ihre Nachkommen, die sogenannten Besatzungsenkel, sind noch heute auf der Suche nach ihren Vätern und familiären Wurzeln.
Dr. Sophie Hubbe beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Weitergabe von Erinnerungen und Narrativen innerhalb dieser Familien und der Bedeutung des alliierten Großvaters für die heutige Generation. Auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt das Thema hochaktuell und berührt viele Menschen.
Die Veranstaltung wird von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Halle durchgeführt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird jedoch erbeten.