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Hallescher Kunstverein zeigt „Surreales von der Ostsee“ – Ausstellung über Manfred Kastner eröffnet

Der Hallesche Kunstverein lädt zur Eröffnung der Ausstellung „Manfred Kastner (1943–1988) – Surreales von der Ostsee“ ein. Die Vernissage findet am Mittwoch, 26. März 2025, um 18.00 Uhr in der Kleinen Galerie des Halleschen Kunstvereins statt. Kunstinteressierte und Medienvertreter sind herzlich eingeladen, den bedeutenden Künstler und seine Werke näher kennenzulernen.

Ein Künstler gegen den Strom

Manfred Kastner war ein außergewöhnlicher Künstler, dessen Schaffen während der DDR-Zeit nur wenig Raum fand. 1943 im heutigen Tschechien geboren, zog Kastners Familie 1945 nach Stralsund. Nach einer Ausbildung zum Dreher begann er ab 1960, sich intensiv der Malerei und Grafik zu widmen. Kastner war Autodidakt und entwickelte eine eigenständige, surrealistische Bildsprache, die sich vor allem durch die Darstellung von Architektur in Landschaften auszeichnete. Seine Werke gelten als bedeutende Stimmen der ostdeutschen Kunstmoderne nach 1945.

Seine konsequente Verweigerung gegenüber gesellschaftspolitischen Vorgaben der DDR machte es Kastner schwer, Anerkennung zu finden. Dennoch knüpfte er persönliche Kontakte zur Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, was es dem Halleschen Kunstverein nun ermöglicht, knapp 40 druckgrafische Arbeiten aus einer Privatsammlung zu präsentieren.

Manfred Kastner-Beerkast, „Der Kosmos“

Spannendes Rahmenprogramm zur Eröffnung

Zur Ausstellungseröffnung wird Karola Waterstraat, Vorsitzende des Kunstvereins, die Gäste begrüßen. Anschließend führt der Kunsthistoriker Christian Drobe in das Werk Kastners ein und gibt spannende Einblicke in dessen künstlerische Entwicklung. Ergänzt wird die Veranstaltung durch eine Lesung von Michael Spyra, der Texte des Künstlers vorträgt. Der Eintritt ist sowohl zur Eröffnung als auch zur gesamten Ausstellung kostenfrei.

Die Ausstellung kann vom 27. März bis 24. Mai 2025 besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 15 bis 18 Uhr. Für weitere Informationen steht Karola Waterstraat unter der Telefonnummer 0172 3444 984 zur Verfügung.

Vorschau: Kunstprojekt „DUSK“ in der Oper Halle

Bereits wenige Tage nach der Eröffnung der Kastner-Ausstellung wartet der Hallesche Kunstverein mit einem weiteren Highlight auf: Am Samstag, 29. März 2025, um 17.30 Uhr eröffnet im Café im Opernhaus Halle die Ausstellung „DUSK – Ein Kunstprojekt des Halleschen Kunstvereins der Oper Halle“. Sechs Künstlerinnen und Künstler präsentieren ihre Werke, die sich mit dem Tanzstück „DUSK“ von Nanine Linning auseinandersetzen. Die Premiere des Tanzstücks findet am selben Abend im Opernhaus statt.

Mit diesen vielfältigen Veranstaltungen setzt der Hallesche Kunstverein erneut Akzente in der Kulturlandschaft und lädt alle Kunstinteressierten ein, sich von den außergewöhnlichen Arbeiten inspirieren zu lassen.

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