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Händel-Festspiele verzeichnen Besucherplus zur Halbzeit

Halle (Saale). Die Händel-Festspiele in Halle ziehen zur Halbzeit eine positive Bilanz. Nach Angaben der Veranstalter wurden bis einschließlich Dienstag bereits 50 der mehr als 80 geplanten Veranstaltungen durchgeführt. Das traditionsreiche Musikfestival läuft noch bis zum 14. Juni und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher“.

Festspielintendant Florian Amort zeigte sich mit der Resonanz des Publikums zufrieden. Bereits jetzt sei absehbar, dass die Gesamtauslastung des Vorjahres von 75 Prozent übertroffen werde. Viele Veranstaltungen seien ausverkauft, die Festspiele prägten das kulturelle Leben der Stadt derzeit deutlich.

Zu den Höhepunkten der zweiten Festivalhälfte zählt das Konzert des diesjährigen Händel-Preisträgers René Jacobs am 12. Juni in der Händel-Halle. Gemeinsam mit renommierten Solisten und dem Kammerorchester Basel präsentiert der belgische Dirigent Händels Serenata „Aci, Galatea e Polifemo“. Die Stadt Halle und die Stiftung Händel-Haus würdigen mit der Preisverleihung sein Lebenswerk und seine Verdienste um die Händel-Pflege.

Bereits am 11. Juni steht die selten aufgeführte Händel-Oper „Radamisto“ als konzertante Aufführung auf dem Programm. Mit Max Emanuel Cenčić, Dennis Orellana, Kangmin Justin Kim und Tomáš Král konnte eine international besetzte Solistenriege gewonnen werden.

Ein besonderer Publikumsmagnet dürfte das Abschlusswochenende werden. Bei „BRIDGES 2026“ in der Galgenbergschlucht treffen am 13. Juni Barockmusik, Pop und elektronische Klänge aufeinander. Mit dabei sind unter anderem Bonaparte, das Hallenser DJ-Duo Super Flu sowie Händel-Preisträger Valer Sabadus. Begleitet werden sie von der Staatskapelle Halle und dem Universitätschor Halle. Den Abschluss bildet ein Feuerwerk zu Händels Feuerwerksmusik.

Den musikalischen Schlusspunkt setzt am 14. Juni die Aufführung des Oratoriums „Messiah“ in der Marktkirche. Es musizieren junge Talente des europäischen Akademieprogramms Balthasar NOVA gemeinsam mit dem Balthasar-Neumann-Chor und Solisten.

Parallel zum Festival ist zudem der neue Sammelband „Mannsbilder: Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ erschienen. Darin setzen sich acht Autorinnen und Autoren literarisch mit Georg Friedrich Händel und dem diesjährigen Festspielthema auseinander.

Für einen emotionalen Moment sorgt außerdem der Abschied von Kammersängerin Romelia Lichtenstein. Nach 30 Jahren am Opernhaus Halle verabschiedet sie sich am 13. Juni mit der letzten Aufführung von Händels „Agrippina“ vom Hallenser Publikum.

Weitere Informationen und Tickets gibt es auf der Internetseite der Händel-Festspiele Halle.

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