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Händel-Festspiele 2026 mit 89 Prozent Auslastung und über 52.000 Gästen

Die Händel-Festspiele Halle 2026 haben mit einem deutlichen Besucherzuwachs abgeschlossen. Nach Angaben der Veranstalter erreichte das Festival eine Auslastung von 89 Prozent und zählte gut 52.000 Besucherinnen und Besucher bei mehr als 80 Veranstaltungen in Halle (Saale) und der Region. Damit wurde der Vorjahreswert von 75 Prozent spürbar übertroffen.

Festspiel-Intendant Florian Amort sprach von einer überwältigenden Resonanz. Die Festspiele hätten gezeigt, wie lebendig Händels Musik in der Gegenwart wirke und wie sehr sich historische Themen in aktuellen gesellschaftlichen Debatten spiegeln ließen.

Unter dem Motto „Mannsbilder. Helden, Herrscher, Herzensbrecher“ widmete sich das Festival Fragen nach Macht, Rollenbildern und Männlichkeit. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Neuinszenierung der Oper Rinaldo an der Oper Halle. Ergänzt wurde das Programm durch Opern, Konzerte, Oratorien sowie neue Vermittlungsformate für unterschiedliche Zielgruppen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die neuen Programmschienen Händel NOW, Händel NEXT und Händel LAB, die das Festival stärker für Stadtgesellschaft, Familien und experimentelle Formate öffneten. Höhepunkte waren unter anderem die Fashion-Show „Barock & Proud“, die Playmobil-Oper „Rodelindas Sohn“ sowie das Open-Air-Format BRIDGES 2026 in der Galgenbergschlucht mit rund 3.000 Gästen.

Die Festspiele bestätigten mit rund 1.300 Mitwirkenden aus aller Welt erneut ihre internationale Bedeutung als Festival der Alten Musik. Die nächste Ausgabe ist bereits angekündigt: Vom 3. bis 13. Juni 2027 widmen sich die Händel-Festspiele unter dem Motto „Einsamkeit. Am I myself alone?“ einem weiteren gesellschaftlich aktuellen Thema.

Foto: Anna Kollata

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