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Fliegerkosmonaut hat ausgedient: Wiegand-Fraktion will Planetarium nach Neil Armstrong statt Sigmund Jähn benennen

Das alte Planetarium auf der Peißnitz trug den ehrenvollen Namen des ersten Deutschen im Weltall, Sigmund Jähn. Die auf dem Holzplatz bald fertiggestellte Einrichtung im alten Gasometer wird eine der größten und modernsten ihrer Art in Europa sein. Das jedenfalls findet die Stadtratsfraktion „Hauptsache Halle“, die einst aus dem  Unterstützerverein von Oberbürgermeister Bernd Wiegand hervorgegangen war. Dem Verein ist der Name des abgebrochenen alten Planetariums auf der Peißnitz  nicht groß und modern für den neuen Prestige-Bau:  „Ein Planetarium von dieser Qualität sollte mit einem Namen bedacht werden, der ebenfalls über alle Kontinente hinweg einen hervorragenden Ruf genießt. Deshalb bringt die Fraktion Hauptsache Halle den Namen des ersten Menschen auf dem Mond, Neil Armstrong, in die Debatte im Kulturausschuss ein“, erklärte Pressesprecher Andreas Wels.

„Wir sehen in Neil Armstrong eine Persönlichkeit, die über Generationen hinweg weltweit noch heute große Anerkennung erfährt und deshalb ein Bindeglied zwischen allen Weltall-Enthusiasten bildet,“ ist Andreas Wels, Vorsitzender der Fraktion Hauptsache Halle, überzeugt. Darüber hinaus sei diese in allen Facetten seines Daseins makellose Astronauten-Ikone in besonderem Maße geeignet, eine Vorbildfunktion für die Jugend zu übernehmen.

„Ein Neil-Armstrong-Planetarium in unserer Heimatstadt hat ungeahnte positive Synergieeffekte für die Tourismusentwicklung in der Region“, so Andreas Wels. In diesem Zusammenhang müsse bei der Namensvergabe aus hallescher Sicht selbstbewusst über den eigenen Schatten gesprungen und der sprichwörtliche Griff nach den Sternen gewagt werden.

10 comments on “Fliegerkosmonaut hat ausgedient: Wiegand-Fraktion will Planetarium nach Neil Armstrong statt Sigmund Jähn benennen”

  1. Laika-Planetarium; ein mutiges Hundemädchen, das sein Leben 1957 für die Wissenschaft geopfert hat.

  2. Ja, weiß ich noch. Hätte sie wenigstens gewusst, dass es für die Wissenschaft war….So blieb ihr nur ein Staunen
    darüber, was sie mit ihr anstellten!

  3. Ein Planetarium, das menschliche Größe vermittelt, müsste nach Sigmund Jähn benannt werden.
    Sein Besuch in Halle und seine Teilnahme an der Veranstaltung zu Glaube und Wissensachaft in den frankischen Stiftungen waren real und kein Filmzauber aus Holywood!

  4. Belka und Strelka-Planetarium. Die ersten Lebewesen, die die selbe Leistung wie Sigmund Jähn erbracht haben (sich im Russen-Raumtaxi um die Erde fliegen lassen und das überleben)

  5. Angesichts der frostigen Beziehungen zu den USA sollte es nicht nach einem US-Amerikaner benannt werden. Warum können die Deutschen nicht auf ihre Leistungen stolz sein?

  6. Was ist mit Aldrin und Collins? Hat Herr Wels die völlig vergessen? Also neuer Vorschlag : Das Planetarium soll Armstrong-Aldrin-Collins-Planetarium heißen. Da Jähn ja nicht so weit weg von der Erde, aber der erste Deutsche im All war, könnte man ihn doch gekürzt mit „Jä“ irgendwie einbinden.

  7. Das kann doch wohl nicht wahr sein. Das neue Planetarium muß unbedingt „Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn“ heißen. Wir sind keine Amerikaner wir haben unsere eigene Herkunft und die muß hier deutlich werden. Es ist unsere geschichtliche Verantwortung.

  8. Wenn sich zwei streiten freut sich die Dritte:

    „Königin-Blaulicht-Planetarium“

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