Mit Der Besuch der alten Dame bringt das neues theater Halle ab dem 17. April 2026 einen der bekanntesten Texte des 20. Jahrhunderts auf die Bühne. Die Inszenierung entsteht in einer Fassung von Katharina Brankatschk und Sandra Bringer, Regie führt Katharina Brankatschk.
Im Zentrum steht die Geschichte der milliardenschweren Claire Zachanassian, die in ihre verarmte Heimatstadt zurückkehrt und ein radikales Angebot macht: Wohlstand für alle – gegen das Leben eines einzelnen Menschen. Was zunächst auf Ablehnung stößt, entwickelt sich zu einem schleichenden Prozess, in dem moralische Grenzen zunehmend verschoben werden.
Rund 70 Jahre nach seiner Uraufführung bleibt das Stück von Friedrich Dürrenmatt aktuell. Die Inszenierung legt den Fokus auf gesellschaftliche Dynamiken, ökonomischen Druck und kollektive Verantwortung. Ergänzt wird der klassische Stoff durch eine gegenwartsnahe Perspektive, unter anderem durch die Figur einer jungen Bürgermeisterin.
Die Titelrolle übernimmt Ensemblemitglied Elke Richter. Weitere zentrale Rollen spielen Harald Höbinger als Alfred Ill sowie Franziska Hayner, Tristan Becker und Annemarie Hörold.
Bühne und Kostüme stammen von Grit Dora von Zeschau, das Sounddesign verantwortet Rafael Klitzing. Der Bühnenraum bindet das Publikum bewusst in das Geschehen ein und macht es zum Teil der dargestellten Gemeinschaft.
Die Premiere am 17. April ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen folgen unter anderem Anfang Mai und im Juni. Bereits vorab lädt das Theater zu einer Matinee am 12. April sowie zu einer öffentlichen Probe am 15. April ein.