Eine große Anzahl an Medaillen und Kleinplastiken empfangen den Besucher bereits im ersten Raum der Ausstellung. Sie umfaßt insgesamt 224 Exponate, davon allein 82 Plastiken und 93 Medaillen.


Der 1942 geborene
Göbel ist in Halle kein Unbekannter. Seine Kunst hat das Stadtbild
dieser Stadt mitgeprägt. Allem voran der nach ihm benannte
Göbelbrunnen auf dem Hallmarkt, der seiner Zeit eine große
Diskussion um die Figur des Kardinals ausgelöst hatte. Der
Nasreddinbrunnen, zunächst am Stadtrand gelegen, fand nach einer
Umgestaltung einen attraktiven Platz im Stadtzentrum von
Halle-Neustadt. Auch umstritten war das Liebespaar am oberen
Boulevard und deshalb mehrmals verschoben werden mußte, bis der
jetzige Standort akzeptiert wurde. Auch in anderen Städten gibt es
Göbel: Bach in Arnstadt und Brecht in Dessau.

Nach seiner
Ausbildung als Holzbildhauer folgte ein Studium an der Hochschule
für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein. Er war dort
Schüler des allzu früh verstorbenen Gerhard Lichtenfeldund wurde
1982 Professor für Bildhauerei an der Burg
Giebichenstein-Hochschule für Kunst und Design. Als Träger
zahlreicher Auszeichnungen (u.a. Will Lammert- und Gustav
Weidanz-Preis) erhielt er 2012 den „Halleschen Kunstpreis“, der ihm
am 22. November im Stadthaus überreicht werden soll.
Die sehr sehenswerte Ausstellung der Stiftung der Saalesparkasse sollte man sich noch bis 11. November 2012 unbedingt anschauen.