Schimpfen gilt als unhöflich, aggressiv und unbeherrscht. Und doch schimpfen wir mehrmals am Tag, das Schimpfen ist Teil unserer Sprache. Als Kommunikations- und Kulturtechnik wird das Schimpfen derzeit meist auf das Beschimpfen reduziert. Beschimpft wird zunehmend im öffentlichen und politischen Raum, in den Sozialen Medien. Kulturpessimisten sehen so die Spaltung der Gesellschaft voranschreiten. Dem setzt sich die Ausstellung entgegen und erweitert den Blick auf das Schimpfen allgemein, die Herkunft unserer Schimpfwörter, die Funktion und Wirkung des Schimpfens. Die Lust an einer lebendigen Sprache wird vermittelt, zugleich aber werden Grenzüberschreitungen markiert.
Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Germanistischen Instituts und der Abteilung Sprechwissenschaft und Phonetik.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr
Eintritt frei
4 comments on “Ausstellung zu Schimpfwörtern”
Da muss ich hin…..
Wie stellt man Schimpfwörter aus? Muss ich sehen.
Nur für Supendust´s
Es gibt ein Schimpfwörterbuch, da heißt ein
Schimpfwort „Chausseegrabentapezierer“- nun sprich das auch noch hallisch aus und stelle dir die Tätigkeit bildlich vor: Schosseegrahmdabbezierer! Wenn das nicht lustig ist.
@redhall, beachte: der Dust, die Duste ( einmaliges Schimpfwort, das es nur in Halle gibt.)