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Ausstellung im BBKarium Halle thematisiert Arbeit von Frauen in der DDR

Im BBKarium Halle wird ab dem 1. Mai 2026 eine Ausstellung des Künstlers Johann Spengler gezeigt. Unter dem Titel „1. Mai – Internationaler Kampftag der Arbeiterin“ setzt sich die Arbeit mit der Rolle von Frauen in der Arbeitswelt der DDR auseinander. Die Eröffnung ist für 17:00 Uhr in der Großen Klausstraße 6 in Halle (Saale) angekündigt.

Der in Berlin geborene Künstler (*1995) präsentiert eine Reihe von acht Wimpeln, die unterschiedliche Berufs- und Lebensrealitäten von Frauen in der DDR thematisieren. Im Zentrum steht dabei insbesondere die Verbindung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Sorgearbeit.

Die Ausstellung greift historische Entwicklungen auf, darunter die hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen in der DDR, die nach Angaben der Ausstellung in den 1980er Jahren über 90 Prozent lag. Gleichzeitig wird auf die sogenannte Doppelbelastung verwiesen, die sich aus Erwerbsarbeit und zusätzlicher Care-Arbeit im Alltag ergeben habe.

Als gestalterisches Element dienen Wimpel, die in der DDR häufig bei staatlichen oder betrieblichen Anlässen verwendet wurden. Diese werden in der Ausstellung als künstlerisches Medium neu interpretiert und in einen zeitgenössischen Kontext gesetzt.

Der Titel „Internationaler Kampftag der Arbeiterin“ verweist auf den historischen Ursprung des Tag der Arbeit, der erstmals 1890 als Protesttag begangen wurde. Die Ausstellung versteht sich als Auseinandersetzung mit Arbeitsrealitäten von Frauen und deren gesellschaftlicher Sichtbarkeit.

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