Die Sonderausstellung „Die Schamanin“ im Landesmuseum für Vorgeschichte hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Bereits am 7. August konnte das Museum den 50.000. Besucher begrüßen. Die Ausstellung läuft seit dem 27. März 2026 und stößt weiterhin auf großes Publikumsinteresse. Aus diesem Grund wurde ihre Laufzeit bereits bis zum 7. Februar 2027 verlängert.
Der 50. Besucher war eine Familie aus Sachsen, die auf Wunsch ihres Sohnes einen Ferienausflug nach Halle unternahm. Als Überraschung überreichte das Museum Blumen sowie Begleitpublikationen zur Ausstellung.
Im Mittelpunkt der Schau steht das rund 9.000 Jahre alte Grab der sogenannten Schamanin von Bad Dürrenberg im Saalekreis. Die Frau wurde gemeinsam mit einem etwa sechs Monate alten Kind bestattet. Ein Kopfschmuck aus Rehgeweih und Tierzahnanhänger deuten auf ihre besondere Rolle als spirituelle Spezialistin ihrer Gemeinschaft hin. Neue archäologische Untersuchungen an der Fundstelle, die seit 2019 durchgeführt wurden, lieferten wichtige Erkenntnisse, die erstmals umfassend präsentiert werden.
Auf rund 900 Quadratmetern zeigt die Ausstellung insgesamt 192 Exponate und Exponatgruppen. Sie beleuchtet nicht nur den außergewöhnlichen Fund aus Bad Dürrenberg, sondern auch die Geschichte des Schamanismus von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit. Leihgaben von 39 Institutionen aus 14 europäischen Ländern machen die bislang umfangreichste Ausstellung zu Schamanismus und Mittelsteinzeit in Mitteleuropa möglich.
Weitere Informationen sowie das Begleitprogramm sind auf der Ausstellungswebsite verfügbar.