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Rechtsextremist Siegmund: Wir brauchen Rüstungsgüter für "Remigration"

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Beiträge: 177
 jowo
Themenstarter
(@jowo)
Estimable Member
Registriert am: vor 3 Jahren

(ntv)Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat die Produktion von Rüstungsgütern in einen Zusammenhang mit der angestrebten Abschiebeoffensive seiner Partei gebracht - und damit scharfe Kritik ausgelöst. Nach der konstituierenden Fraktionssitzung der AfD im Magdeburger Landtag hatte Siegmund am Donnerstag auf die Frage eines Journalisten nach der geplanten Ansiedlung eines israelischen Rüstungskonzerns geantwortet: "Wir verteufeln nicht pauschal Produktion von Rüstungsgütern, weil wir bei (der) späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen. Natürlich auch im Sinne der inneren Sicherheit, der eigenen Stabilität und auch der Landesverteidigung."

Es sei im Einzelfall abzuwägen, sagte Siegmund weiter. "Wir wollen uns genau anschauen: Was wird da produziert, unter welchen Bedingungen, und laufen wir dadurch Gefahr, uns an fremden Konflikten zu beteiligen? Dann sehen wir das mehr als kritisch."

"Die Äußerungen von Ulrich Siegmund markieren eine neue Qualität", sagte die Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle. "Wer bei der angekündigten Massenausweisung von Menschen aus Sachsen-Anhalt ausgerechnet Rüstungsgüter ins Spiel bringt, spricht über Gewalt als Mittel der Politik."

Auch das BSW, das sich nach bisherigem Bekunden eine Zusammenarbeit mit der AfD projekt- und themenbezogen vorstellen konnte, äußerte sich scharf. Die AfD unterstütze Hochrüstung und rechtfertige die Ansiedlung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit mit dem Einsatz von Rüstungstechnik für 'Remigration', schrieb der Co-Bundesvorsitzende Fabio De Masi. "Das zeigt: Die wollen gar nicht regieren und suchen verzweifelt einen Ausweg durch Provokation."

Die Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion sagte, dies sei keine missverständliche Formulierung, sondern eine politische Drohung. Hier zeige sich die "hässliche Fratze" einer Politik, deren Sprache und Vorstellungen erneut an totalitäre Vorbilder erinnerten, so Pähle.

 


3 Antworten
Beiträge: 1589
Admin
(@heiwu)
Mitglied
Registriert am: vor 14 Jahren

In Siebenmeilenstiefeln zum AfD-Verbot


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1 Antwort
(@nixidee)
Registriert am: vor 14 Jahren

Noble Member
Beiträge: 1032

@heiwu
Ist schon witzig. Nach den Äußerungen von Merz gab es ja mimimi. Ein Argument war, Remigration wäre ja ohne Gewalt. Ein Glück hat Siggi den richtigen Riecher quasi studiert und stellt gleich klar, nix da mit friedlich. Und bei Rüstungsgüter explizit für Abschiebeoffensive gibt es auch wirklich 0 Spielraum. Auch wenn seine Kameraden was von Amtshilfe labern, die wäre nämlich im speziellen Fall wohl auch verfassungswidrig. Die AfD hat aber auch ein Pech wenn es um die Verfassung geht...

Schlecht für die Blauzis, deren Fans nehmen hier plötzlich ihren Lumpenpazifismus verdammt ernst und die Linke lässt auch schon ein paar Demonstranten ankarren, weil die Israelis dabei sein sollen...


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Beiträge: 1032
(@nixidee)
Noble Member
Registriert am: vor 14 Jahren

Würden die damit nicht das Land vor die Wand fahren, wäre es ja schon wieder witzig. Die einen brauchen Rüstungsgüter zum abschieben, die anderen stört es zufälligerweise wieder wenn es Israelis sind. Ich hab mich schon immer gefragt was nach rechter und linker Diktatur kommen könnte. Auf ein Crossover wäre ich ja nicht gekommen. Die Koalitionsverhandlungen werden bestimmt schwierig, war Hitler jetzt links oder rechts, steht im Liederbuch die DDR Hymne vor oder nach den Klassikern der Hitlerjugend? Beim Landesmotto wird man auch einen Kompromiss finden müssen, vermutlich wird es #russischdenken


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