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Krankschreibungen am ersten Tag

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Beiträge: 1459
Admin
Themenstarter
(@heiwu)
Mitglied
Registriert am: vor 14 Jahren

Friedrich Merz hat einen Wahn:Arbeitnehmer betrügen nach Strich und Faden  ihre Arbeitgeber: Seine Lösung ( die zu ihrer Schande auch „meine“ SPD mitmacht): wie anno dunnemals am ersten Tag zum Arzt. Ins vollgehustete, enge Wartezimmer. Wenn Du überhaupt einen Termi bekommst. Was macht der Arzt dann ? Die klassische Frage stellen. „Brauchen Sie eine Krankschreibung“. Ja, braucht man, dank der neuen Rechtslage. Ärzte schreiben dann - und das weiß ich von früherer Praxis- selten unter einer Woche krank. Abgesehen von alledem: der Arbeitnehmer wird zum Arzt gequält, die Praxen voll, die Kassen müssen den Scheiß auch noch bezahlen, und zur Infektiobszeit infizieren sich locker drei  weitere Patienten im stickigen Hustenerlebniszentrum.

Aus der Sicht des Privatfliegers und Durchschnittsverdieners Merz alles gut durchdacht.

Persönlich hatte ich in den letzten 2-3 Jahren 2-3 solcher „Karenztage“ beansprucht. Jeweils  nach einer Corona-Impfung. Das ging problemlos. Jetzt aber 1. Tag danach, nach der Impfung in der Apotheke sich  bei einen Hausarzt wegen Dünnschiss, Fieber und Nebenwirkungen melden, in der Erwartung, sofort eine „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“ zu erhalten? Oder lieber gleich nach dem Impftermin Urlaub beantragen? 
Arbeitnehmer, die nicht bescheißen, werden bestraft. Die schwarzen Schafe hingegen bekommen gewiss einen Krankenschein. Und fallen dann länger aus. 


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Beiträge: 949
 B2B
(@btoob)
Noble Member
Registriert am: vor 11 Jahren

Beim Thema Bürokratieabbau sind sie sich alle einig. "„Der Staat sollte den Menschen und Unternehmen wieder mehr Vertrauen schenken."

Der Beschluss im Hinblick auf die Krankschreibungen trieft vor Misstrauen.


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Beiträge: 16
 Neon
(@neon)
Active Member
Registriert am: vor 4 Jahren

Es ist schwachsinnig, das in ein Gesetz packen zu wollen. Dazu sind Betriebsvereinbarungen da.

Mir ging es nach den C-lmpfungen wie dir, hei-wu. Nach der ersten bin ich früher nach Hause gegangen, nach den beiden anderen habe ich je einen (bezahlten) Karenztag genommen. Wäre ich zum Arzt gegangen, hätte er mich ne Woche krankgeschrieben.


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Beiträge: 881
(@nixidee)
Prominent Member
Registriert am: vor 14 Jahren

Merz hat nicht ganz Unrecht:
https://www.merkur.de/politik/interne-statistik-entlarvt-merz-beamte-und-politiker-haeufiger-krank-als-durchschnittsbuerger-zr-94380869.html
"Demnach fehlten Mitarbeiter in Deutschlands wichtigsten Bundesbehörden im Jahr 2024 an 15,2 Krankheitstagen im Jahr. Im Bundesvergleich lag der Wert 2024 bei 14,8 Krankheitstagen. Die häufigsten Fehltage gab es im Bundesrat mit 25,2 Fehltagen, gefolgt vom Bundestag mit 22,3 Tagen."

Man wird wenig Themen finden in denen man sich im politisch zerstrittenen Deutschland relativ einig wird, eines dürfte sein, dass man bei Politikern zu hohe Belastung durch die eigentliche Arbeit als Faktor ausschließen kann.


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Beiträge: 1459
Admin
Themenstarter
(@heiwu)
Mitglied
Registriert am: vor 14 Jahren

Ob 0.4 Krankeheitstage relevant sind? Keine Ahnung. Zum beliebten „Die Politiker“-Bashing scheint mir das wenig tauglich. Das Durchschnittsalter von Politikern ist deutlich höher als das „normaler“ Arbeitnehmer. Könnte auch damit zusammenhängen. Man kann salopp auch damit rechnen, dass die Krankenstände spürbar steigen, wenn das Rentenalter auf die 70 zugeht.


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1 Antwort
(@nixidee)
Registriert am: vor 14 Jahren

Prominent Member
Beiträge: 881

@heiwu 
Gute Frage ob 7,5 Tage relevant sind, das wäre die nämlich der Sprung von Otto N. zu Merz und Co., also mehr als 50% mehr Krankentage. Und wie schon erwähnt, der durchschnittliche Arbeitnehmer muss für sein Geld halt Arbeiten, so richtig.

Und deine gefühlte Wahrheit trifft es wohl auch nur sehr bedingt:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70089/umfrage/altersstruktur-der-abgeordneten-im-bundestag/

2025 lag der Altersschnitt im Bundestag bei 47.1 und 2017 44 Jahre in der Bevölkerung, in Anbetracht, dass es seit 2015 rasant nach oben ging dürfte der Unterschied vernachlässigbar sein:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/11/PD18_448_122.html

Halten wir fest, wenig leisten, viel kassieren und dann noch über 50% länger Krank feiern. Kann man sich natürlich schön reden, wenn man unbedingt will. Faktisch ist der Eindruck den man vermittelt, der deutsche Arbeitnehmer sei zu lange Krank, dies ist nachweislich eben Unsinn, Beamter, ÖD und allen voran Politiker sind halt viel häufiger Krank.


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