Nicht nur die Linkspartei muss sich zurzeit die Frage gefallen lassen, warum ihre Parteiveranstaltungen von Menschen mit Kontakten ins Clanmilieu besucht werden. Bei der Wahlparty der AfD in Sachsen-Anhalt war Steffen Fräbel zugegen, wie der „Spiegel“ berichtet. Demnach soll der Geschäftsmann laut dem Berliner Landeskriminalamt wiederholt in dubiose Geschäfte von Mitgliedern der Familie Abou-Chaker verwickelt gewesen sein.
Zum Beispiel im Jahr 2022, als Fräbel wegen Betrugs, Urkundenfälschung im besonders schweren Fall und mittelbarer Falschbeurkundung angeklagt war. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, unter anderem gemeinsam mit den Brüdern Mohamad und Rabih Abou-Chaker, dafür gesorgt zu haben, das Haus eines Ehepaars mittels fingierter Kaufunterlagen auf eine GmbH umschreiben zu lassen. Ziel der Männer soll gewesen sein, die Immobilie gewinnbringend weiterzuverkaufen.
Ein Gericht verurteilte die Abou-Chakers damals zu mehrjährigen Haftstrafen. Das Verfahren gegen den Geschäftsmann wurde dagegen aus gesundheitlichen Gründen vorläufig eingestellt. Fräbel, der die Vorwürfe bestreitet, hatte erklärt, halbseitig gelähmt zu sein. Laut „Spiegel“ war er im Rollstuhl zur Verhandlung erschienen. „Sobald die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten wieder festgestellt werden sollte, würde das Verfahren fortgesetzt werden“, sagte eine Gerichtssprecherin dem Magazin.
Überdies soll Fräbels Name bei Ermittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität aufgetaucht sein. Fahnder fanden fragwürdige Transaktionen mit Grundschuldbriefen, bei denen Fräbel involviert war. Diesmal ging es um Immobilien von Arafat Abou-Chaker, der als Oberhaupt der Großfamilie gilt. Die Objekte waren demnach in Millionenhöhe belastet, die Eintragungsgebühren für die Grundschuld laut eines Ermittlervermerks zum Großteil von Fräbel bezahlt worden.
Indessen hat sich Fräbels Gesundheitszustand augenscheinlich gebessert. Fotos von der AfD-Wahlparty in Magdeburg zeigen ihn stehend. Auf Instagram postete der Geschäftsmann Mitte August Bilder von sich und AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund von einer Wahlkampfveranstaltung in Halle (Saale).
Dem „Spiegel“ sagte Fräbel, dass er zu einzelnen Vorgängen keine Angaben mache. Allerdings könne aus Geschäftskontakten im Immobilienbereich „nicht pauschal auf eine Zugehörigkeit zu einer kriminellen Struktur oder eine Tätigkeit für eine solche Struktur geschlossen werden“. Eine „kriminalisierende Zuordnung“ weise er zurück, auch zur AfD habe er „keinerlei Verbindung“. Auf der Wahlparty will Fräbel „ausschließlich aus privatem Interesse“ gewesen sein.
Die AfD erklärte wiederum, dass auf der Wahlparty rund 330 Gäste anwesend waren, die über die Landesspitze geladen worden seien, „sowie unter anderem Personen aus Bekanntenkreisen unserer Kandidaten und Abgeordneten“. Alle seien im Vorfeld auf Zuverlässigkeit geprüft worden. Fräbel sei der Landesspitze „völlig unbekannt“. (Tsp)
Merz hat vor der Bundestagswahl seinen Wählern versprochen, alle Probleme durch Wirtschaftswachstum ohne Schulden und Wohlstandsverlust zu lösen. Kurz nach der Wahl noch nicht im Amt hat er genau das Gegenteil gemacht. Dieser Betrug am Wähler wurde abgestraft. Das nennt man Demokratie.
Also die AfD (gerade Sachsen-Anhalt) hat natürlich schon lange
ein "Clan" Problem. Und zwar mit dem Kubitschek "Clan":
https://www.facebook.com/afdfraktion.lsa/posts/im-bildungsausschuss-des-landtags-von-sachsen-anhalt-wurde-der-afd-fraktion-unte/1285838513587535/
Zum Glück ist der Staat wehrhaft:
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/2b26426-ovg-sachsen-verfassungstreue-zweifel-lehrerin-referendariat