Der Mann heißt Armand. Und hier das ganze Zitat: Es ist meine Erwartung, dass das Kartellamt diese ganzen Möglichkeiten entschlossen und zügig nutzt. Dabei sollte es seinen gesamten Instrumentenkasten nutzen – und dazu gehört auch die Zerschlagung der großen MineralölkonzerneEs ist meine Erwartung, dass das Kartellamt diese ganzen Möglichkeiten entschlossen und zügig nutzt. Dabei sollte es seinen gesamten Instrumentenkasten nutzen – und dazu gehört auch die Zerschlagung der großen Mineralölkonzerne“
Gemeint ist das Kartell - und das geht auch in Deutschland recht einfach. Die entsprechenden Konzerntöchter werden entflochten - dazu braucht man nicht an den ausländischen Sitz der Konzerne. Hat Dein Freund Neuton ja bekanntlich auch mit deutschen Firmen in Russland gemacht.
Zerschlagung ist nicht so gemeint? Warum sagen die Sozis nicht was sie meinen?
Die Wertschöpfungsanteile vom Rohöl zur Tankstelle beschränken sich in Deutschland auf Raffinerie, Logistik und Tankstelle. In diesen 3 Stufen der Wertschöpfung gibt es schon lange kein Kartell mehr! Einfach die Eigentümer der Tankstellen (nur noch ein kleiner Teil Aral und Shell) auflisten. 11 größte Raffinerien gehören 13 unterschiedlichen Konzernen.
Ordentlich naiv, unser BWL-Bachelor B2B.
Politik nach Gefühl? Was wollen Sie entflechten?
- Die (internationalen) Mineralölkonzerne weisen in ihren Quartalsberichten hohe Gewinne aus. Hat jemand bisher gefunden, wie hoch die Gewinnsteigerung in Leuna ist? Was wollen Sie entflechten?
- Der Preis für Benzin und Diesel bildet sich an den Großhandelsplätzen (Amsterdam - Rotterdam - Antwerpen) durch Angebot und Nachfrage. Politik senkt mit Kriegen das Angebot. Entflechtung setzt diesen Mechanismus nicht außer Kraft.
- 40% Diesel werden vom Ausland bezogen. Wird die Rendite der deutschen Raffinerien gesenkt, fahren die Raffinerien die Produktion runter. Es muss noch mehr Diesel aus dem Ausland bezogen werden. Das Angebot in Rotterdam sinkt, die Preise steigen. Schon Habeck wusste, sie werden nicht insolvent, sie produzieren nur nicht mehr.
Ordentlich naiv, ein Finanzmister mit Studium Politik, Soziologie und Geschichte.