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März 09, 2026 12:50 p.m.
... die mit einer starken Basis beim Bosch und beim Daimler Wahlergebnisse jenseits der 30 % erreicht haben. Der Arbeiterpartei sind die Arbeiter ausgegangen. Kein Wahlkreis in Ba-Wü wollte den Kandidaten der SPD mit einem Direktmandat ins Parlament nach Stuttgart senden.
38 Antworten
März 09, 2026 1:15 p.m.
Die Grünen sind die neue SPD, und die klassischen Arbeiter wie in den 1960er Jahren gibt es auch in Baden-Würtemberg nicht mehr.
März 09, 2026 1:20 p.m.
Die Arbeiter in Industrie und produzierendem Gewerbe arbeiten nicht? Das Weltbild der staatlich Alimentierten wird immer abstruser.
März 09, 2026 1:34 p.m.
Noch abstruser ist da nur noch die Realität:
Der Anteil der Arbeiter an der Gesamtbevölkerung (bzw. an den Erwerbstätigen) in der BRD ist seit Jahrzehnten rückläufig. Dies ist Ausdruck des strukturellen Wandels von einer Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft.
Entwicklung des Arbeiteranteils (blue-collar workers):
- Rückgang der Beschäftigung im produzierenden Gewerbe: Der Anteil der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe (Industrie, Baugewerbe, Handwerk) ist langfristig gesunken. Im Jahr 2017 arbeiteten nur noch rund 24 % der Erwerbstätigen in diesem Sektor.
- Wandel der Beschäftigungsstruktur: Im Gegensatz dazu sind die Anteile der Angestellten (white-collar workers), insbesondere im Dienstleistungssektor, stark angestiegen. Der Dienstleistungssektor beschäftigt mittlerweile rund 72,3 % der Erwerbstätigen.
- Abgrenzung Arbeiter vs. Angestellte: Die klassische Trennung zwischen Arbeitern (körperliche Arbeit) und Angestellten (nicht-körperliche Arbeit) verschwimmt zunehmend, was eine exakte zeitliche Vergleichbarkeit über Jahrzehnte erschwert.
Gesamterwerbstätigkeit (Gesamtbevölkerung über 15 Jahre):
- Hohes Beschäftigungsniveau: Trotz des Strukturwandels ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in den letzten Jahren auf Rekordstände gestiegen (2024 über 45 Millionen).
- Erwerbsbeteiligung: Die Erwerbsquote (Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung ab 15 Jahren) lag 2023 bei 76,5 % und damit über dem OECD-Durchschnitt.
- Anstieg der Erwerbstätigkeit: Zwischen 2012 und 2022 ist die Zahl der Erwerbstätigen um 3,6 Millionen gestiegen, was maßgeblich auf die Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen zurückzuführen ist.
- Demografischer Einfluss: Der demografische Wandel (Babyboomer gehen in Rente) führt zu einem potenziellen Rückgang der Arbeitskräfte.
März 09, 2026 3:24 p.m.
Rückgang ist nicht ausgestorben.
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