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Putzig: Waschbären in Halle auch tagsüber aktiv

Sie gelten als Plage, doch normalerweise sieht man sie nicht. Denn die scheuen Tiere sind überwiegend in der Nacht aktiv, wenn sie ihr Unwesen treiben: Mülleimer umwerfen und entleeren, Blumenkübel durchwühlen und sogar in menschliche Häuser auf der Suche nach Essbarem eindringen. Naturschützern sind die „putzigen“ Neozoon mehr als suspekt: sie bringen das natürliche Gleichgewicht durcheinander, plündern die Nestern von Singvögeln und besetzen die ökologische Nische einheimischer Raubtiere. Größere Schäden entstehen, wenn sie Obstbäume leer fressen oder sich gar in den Dachböden von Häusern einnisten. Selber haben die nordamerikanischen Tiere, die erst in den 1930er Jahren aus Nordamerika am Edersee in Hessen ausgesetzt wurden, um sie Jagen zu können, in Mitteleuropa keine Feinde.

Gejagd, aber nicht zum Spaß, werden die Tiere auch in Halle. Werden die Tiere lästig, müssen die Stadtjäger aktiv werden – doch das ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Auf Fallen reagieren die Tiere zunehmend misstrauisch, und dass man in einem Stadtpark selten freie Schussbahn hat, versteht sich von selbst.   Etwa zehn Prozent der Tiere werden allerdings von Autos „erlegt“.

In Halle kan man jetzt beobachten, dass die Tiere zunehmend ihre Scheu vor dem Menschen verlieren. So gestern am Radweg entlang der Saale unterhalb des Weinbergcampus. Eine ganze Waschbär-Familie tippelte in aller Seelenruhe über den stark von Radfahrern frequentierten Weg, um ihr Quartier, die Astgabel eines großen Baumes neben dem Weg, aufzusuchen.

 

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