𓃠 Antiker Cat-Content auf pflanzlicher Grundlage 𓃠.

11. Juli 2022 | Bild der Woche | 1 Kommentar

Dass schon die  „alten“ Ägypter auf Cat-Content standen, ist hinlänglich bekannt. Kein Wunder bei einem Volk, das Katzen sogar als Göttinnen verehrte.  Jüngst gelang es Kommunikationsarchäologen sogar, einen kurzen Cat-Chat zu dekodieren. Sinngemäß jedenfalls, denn manche Zeichen sind unklar. Da sämtliche Hieroglyphen aber in der internationalen Unicode-Tabelle vorkommen, ist es uns aber möglich, den gesamten hieroglyphischen Chat-Verlauf hier im Netz wiederzugeben:

𓂀 𓇳 𓃠“

"Re: Sonnenkatze"

𓂀 𓃠 𓇋 𓆚 𓆑 “ 

„ich habe gesehen, wie unsere goldige Katze mit einem Messer eine Schlange getötet hat“

„𓀈 𓅓“

„Du hast einen Vogel !“

„𓆏 𓇋 𓇅 „

„Doch, das war, als ich im Sumpf war, um 𓇅 zu schneiden !“

Das mag heutigen Lesern natürlich alles sehr kryptisch erscheinen. Aber die Geschichte von der Katze, die der Schlange den Kopf abschneidet, wurde im alten Ägypten häufig „gepostet“.  Das wissen wir deshalb, weil tatsächlich noch eine Unmenge von Datenträgern erhalten sind, auf denen die Message gespeichert wurde. Eine antike „Cloud“ gewissermaßen. Und deren Existenz verdanken wir der Pflanze, die wir heute suchen.

Unsere Fragen:

-Um welche Pflanze geht es hier?

-Braucht man das Messer nur, um die Pflanze abzuschneiden, oder auch zur weiteren Verarbeitung? Wie machte man das eigentlich?

-Nach dem Schlangengott ist ein Himmelskörper benannt, der immer wieder mal wieder für Endzeitstimmung sorgt. Welcher?

-Aus unserer Pflanze wurde so einiges gemacht. Ein Produkt ist wahrscheinlich auf der Himmelsscheibe von Nebra dargestellt. Welches?

-Was bedeutet das rote Zeichen („Pömpel“) auf dem Beitragsbild rechts unten?

(HW)

 Auflösung der letzten Pflanze der Woche: (hilft Frauen, so in Kindsnöthen seyn): Ruta graveolens, Weinraute.

Gesucht war die Weinraute, Ruta graveolens, aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Andere Vertreter dieser Familie sind z.B. sämtliche bekannten Zitrusgewächse. Mit Wein hat dieses Kraut eigentlich nichts gemein außer dass es zum Verbessern minderwertigen Weins verwendet wurde. Im Mittelalter war das auch häufig nötig. Die ätherischen Öle in den Blättern sollen Ameisen verscheuchen. Vorsicht beim Pflücken der Blätter: die Öle haben phytotoxische Wirkung. Und wegen unerwünschter Effekte sollte man die Pflanze nicht eigenständig als Heilpflanze verwenden.

(Hans Ferenz)

Noch viel mehr Pflanzen findet Ihr in unserem Archiv. Seit 2016 jede Woche ein neues Gewächs in unserem Lustgarten.

 

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