Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Der plötzliche Tod von Rüdiger Erben erschüttert mich und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums für Inneres und Sport zutiefst. Rüdiger Erben war ein hoch engagierter Politiker im Land und auf der kommunalen Ebene im Burgenlandkreis. Vor allem war Rüdiger Erben über viele Jahrzehnte ein fundierter Streiter für alle Belange von Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten sowie in der zivilmilitärischen Zusammenarbeit. Als Staatssekretär im Ministerium des Innern und als innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion hat er für die innere Sicherheit in Sachsen-Anhalt maßgebliche Akzente gesetzt. Er wird als Ideengeber und kritischer Gesprächspartner sehr fehlen. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Familie.“
Rüdiger Erben war von 2001 bis 2006 Landrat des Landkreises Weißenfels. Von 2006 bis 2011 war er Staatssekretär im Ministerium des Innern des Landes Sachsen-Anhalt, wo er maßgeblich an der Polizeistrukturreform von 2008 und an der landesweiten Gemeindegebietsreform bis 2011 zur Schaffung leistungsfähiger Kommunalstrukturen mitwirkte.
Landespolitik trauert um Rüdiger Erben
Magdeburg, Januar 2026 – Nach dem plötzlichen Tod des SPD-Landtagsabgeordneten und parlamentarischen Geschäftsführers Rüdiger Erben bekunden Parteien und Fraktionen im Landtag von Sachsen-Anhalt ihre Anteilnahme. Der langjährige Politiker war im Alter von 58 Jahren überraschend verstorben.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Silbersack würdigte Erben als verantwortungsbewussten und menschlichen Kollegen. Guido Kosmehl, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP, verwies auf die enge und verlässliche Zusammenarbeit in der Deutschlandkoalition. Besonders in der Innenpolitik habe sich Erben mit großem Einsatz für Polizei sowie Brand- und Katastrophenschutz engagiert.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zeigte sich tief betroffen. In ihrer Erklärung würdigte sie Erben als erfahrenen Parlamentarier, der die Landespolitik über Jahrzehnte geprägt habe – streitbar in der Sache, verbindlich im Ton. Sein Engagement habe weit über Parteigrenzen hinausgewirkt, insbesondere in der Kommunalpolitik und der Erinnerungskultur.
Auch die Landesvorsitzenden der Partei Die Linke erinnerten an Erben als prägende Persönlichkeit der Landespolitik und sprachen der Familie sowie politischen Weggefährten ihr Mitgefühl aus.
Die CDU-Fraktion im Landtag erklärte, Erben habe mit seinem politischen Wirken die Innenpolitik des Landes und die Sozialdemokratie in Sachsen-Anhalt nachhaltig geprägt. Man verneige sich vor seiner Lebensleistung.
Rüdiger Erben hinterlässt seine Ehefrau Bianka Erben und zwei Söhne.