Anlässlich des Girls’Day und Boys’Day rückt die geschlechtsspezifische Berufswahl junger Menschen erneut in den Fokus. Der bundesweite Aktionstag soll Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, Berufe kennenzulernen, in denen ihr Geschlecht bislang unterrepräsentiert ist.
Aktuelle Zahlen für das Jahr 2024 zeigen jedoch weiterhin eine klare Konzentration bei der Wahl bestimmter Ausbildungsberufe. Junge Frauen entschieden sich am häufigsten für eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (336 Neuverträge), zur Verkäuferin (333) sowie zur Kauffrau im Einzelhandel (252). Diese drei Berufe machten zusammen rund 27 Prozent aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Frauen aus, die sich insgesamt auf 3.399 beliefen.
Bei jungen Männern verteilt sich die Berufswahl breiter. Die drei häufigsten Ausbildungsberufe – Kraftfahrzeugmechatroniker (564 Neuverträge), Verkäufer (291) und Industriemechaniker (264) – vereinten zusammen etwa 16 Prozent aller männlichen Ausbildungsanfänger, deren Gesamtzahl bei 6.840 lag.
Für das Jahr 2025 liegen bislang nur vorläufige Zahlen vor. Demnach wurden insgesamt 10.086 neue Ausbildungsverträge in der dualen Ausbildung abgeschlossen. Eine detaillierte Auswertung nach einzelnen Berufsgruppen ist derzeit noch nicht möglich.
Die Daten verdeutlichen, dass traditionelle Muster in der Berufswahl weiterhin bestehen, auch wenn Initiativen wie der Zukunftstag darauf abzielen, diese aufzubrechen und neue Perspektiven zu eröffnen.