Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes besaßen Ende 2025 insgesamt 161.020 Menschen einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50. Damit lag die Zahl nahezu auf dem Niveau des Jahres 2023.
Ein erheblicher Teil der Betroffenen ist älteren Alters. Rund 78 Prozent der schwerbehinderten Menschen waren älter als 55 Jahre. Mehr als die Hälfte, rund 58,5 Prozent, hatte bereits das 65. Lebensjahr vollendet. Der Anteil dieser Altersgruppe stieg gegenüber der vorherigen Erhebung weiter an. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machten dagegen lediglich 2,5 Prozent der Betroffenen aus.
Fast jede fünfte schwerbehinderte Person erhielt den höchsten Grad der Behinderung von 100. Die Anerkennung erfolgt auf Antrag der Betroffenen.
Als häufigste Ursache der schwersten Behinderung wurden Funktionsbeeinträchtigungen innerer Organe oder Organsysteme registriert. Sie betrafen knapp ein Drittel aller schwerbehinderten Menschen. Weitere häufige Ursachen waren zerebrale Störungen, geistige oder seelische Behinderungen, Suchtkrankheiten sowie Querschnittslähmungen. Auch Einschränkungen von Gliedmaßen und Sinnesorganen spielten eine bedeutende Rolle.
Die überwiegende Mehrzahl der Behinderungen entstand infolge allgemeiner Erkrankungen. Dies traf auf rund 143.600 Menschen zu. Angeborene Behinderungen machten 6,6 Prozent der Fälle aus. Arbeits- und Wegeunfälle oder anerkannte Berufskrankheiten waren dagegen vergleichsweise selten und wurden bei etwa einem Prozent der Betroffenen als Ursache festgestellt.
Die Statistik basiert auf den registrierten Schwerbehindertenausweisen zum Jahresende 2025.