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WOMEN IN JAZZ – Mystisch & Spirituell

 

 

Höhepunkte des WOMEN IN JAZZ-Festivals in Halle (Saale) sind immer die Doppelkonzerte. Sie bieten Gelegenheit, die Vielfalt aktueller Entwicklungen in der Frauenjazz-Szene kennenzulernen. Am 12.Mai präsentierten 18.Festival WOMEN IN JAZZ zwei  hervorragende Jazz-Projekte in der Georg Friedrich Händel-Halle ihr Können.

Zu Beginn des Abends  entführten die Schlagzeugerin Anne Paceo  und die Sängerin Isabel Sörling die Konzertbesucher in eine von Schamanismus geprägte Klangwelt. Trance-Trommeln und einfache unstrukturierte menschliche Stimme  kennzeichneten das phantasievolle Eintauchen in eine mystische Akustikszenerie.  Unterstützt von Toni Peleman (Keyboard) und Christoph Panzani (Saxophon) entstanden Soundkollagen mit Tiefenwirkung. Man hätte sie sich gut als Soundtrack zu prähistorischen Höhlenmalereien und Felszeichnungen oder schamanistischen Ritualen vorstellen können. Erstaunlich wie berührend diese urtümlichen Klänge wirkten.

In der 2.Hälfte des Abends begeisterte der Gitarrist, DJ und Produzent Nicola Conti aus dem apulischen Bari mit seiner international besetzten Band Spiritual Unity. Seine Club-orientierte Musik ließ einen hypnotischen Sound entstehen mit Elementen und Rhythmen aus aller Welt – ekstatische Grooves, tranceartigen Sounds, denen man sich kaum entziehen konnte. Wesentlich trug dazu der Saxofonist Tim Lassy bei. Aber auch die anderen Band-Mitglieder hatten Raum, eindrucksvoll ihr solistisches Können zu zeigen: Pietro Lussu (Piano), Teppo Makynen (Schlagzeug), Ameen Saleem Bass) sowie  Abdissa Assefa (Perkussion). 

Und dann war da noch diese tolle Stimme, die im Zentrum von Nicola Contes Musikprojekt stand. Sie gehörte Zara McFarlane, einer Britin mit jamaikanischen Wurzeln. In ihrer imposanten Stimme verschmolzen Jazz und Soul auf das Schönste.

(H.J. Ferenz)

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