Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen-Anhalt ist im ersten Halbjahr 2026 preisbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Damit wurde erstmals seit 2022 wieder ein positives Ergebnis in einer Halbjahresrechnung erreicht.
Das Wachstum blieb hinter dem Bundesdurchschnitt von 0,9 Prozent zurück, lag aber über dem Wert für Ostdeutschland ohne Berlin von 0,3 Prozent. Die Ergebnisse der Bundesländer reichten von einem Rückgang um 0,8 Prozent in Thüringen bis zu einem Wachstum von 1,8 Prozent in Hessen.
Nominal, also einschließlich der Preisentwicklung, stieg das BIP in Sachsen-Anhalt um 2,9 Prozent. Deutschlandweit betrug das nominale Wachstum 3,7 Prozent, in Ostdeutschland ohne Berlin 2,6 Prozent.
Wachstumsimpulse kamen in Sachsen-Anhalt vor allem aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Kfz-Handel. Dort entwickelten sich die Umsätze preisbereinigt positiv. Rückgänge verzeichneten dagegen das Baugewerbe, der Einzelhandel, die Unternehmensdienstleistungen und das Gastgewerbe.
Die Angaben stammen aus der ersten vorläufigen Halbjahresrechnung 2026 des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt