Wolfspopulation wächst langsamer in Sachsen-Anhalt
Die Wolfspopulation in Sachsen-Anhalt wächst im Vergleich zu den Vorjahren langsamer, was aus dem aktuellen Wolfsmonitoringbericht 2024/2025 hervorgeht. Während die Zahl der Wölfe im Berichtszeitraum von Mai 2024 bis April 2025 um lediglich 12 Tiere auf insgesamt 276 Wölfe anstieg, liegt der Zuwachs deutlich unter den Zahlen der Vorjahre. Dennoch bleibt der Schutz von Weidetieren ein zentrales Thema, auf das sich Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann nachdrücklich konzentriert.
Willingmann setzt sich für eine deutlichere Handhabung des Weidetierschutzes und eine vereinfachte rechtssichere Entnahme von Wölfen ein, die weiterhin Schutzmaßnahmen überwinden und zu Übergriffen auf Nutztiere führen. „Es muss möglich sein, Wölfe dort zu entnehmen, wo der Herdenschutz versagt hat und Weidetiere gefährdet sind“, erklärt der Minister. „Ich unterstütze die von der Bundesregierung geplante Aufnahme des Wolfs in das Bundesjagdgesetz und hoffe, dass dies zu einem pragmatischeren Umgang mit Problemwölfen führt“, so Willingmann weiter.
Der Bericht stellt fest, dass die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere im Jahr 2024/2025 mit 48 Übergriffen und 159 getöteten Nutztieren einen Rückgang verzeichnet. Dies ist der niedrigste Wert seit neun Jahren. Dennoch bleibt die Entnahme von Wölfen, die weiterhin den Herdenschutz überwinden und Weidetiere gefährden, eine dringende Forderung des Ministers.
Willingmann begrüßt die geplante Änderung des Bundesjagdgesetzes, die den Ländern ermöglicht, ein regionales Bestandsmanagement umzusetzen. So könnten in Zukunft Wölfe leichter entnommen werden, wenn der Schutz von Weidetieren nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann. Der Minister betont jedoch, dass es keine planlose Jagd auf den Wolf geben dürfe, sondern nur eine gezielte und rechtssichere Entnahme bei Bedarf.
Neben den politischen Maßnahmen ist auch die Erhebung von Daten durch das Wolfsmonitoring von großer Bedeutung. Über 6.000 Ereignisse und Wolfsmeldungen wurden im Berichtszeitraum ausgewertet, um die Populationsdynamik und Übergriffe präzise zu dokumentieren.
Der vollständige Bericht und weiterführende Informationen zum Thema sind online auf den Seiten des Landesamts für Umweltschutz verfügbar.
Stichworte: