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Willingmann drängt auf Stromsteuersenkung bei Energieministerkonferenz

Stralsund – Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann setzt sich bei der Energieministerkonferenz am Donnerstag und Freitag in Stralsund weiter für niedrigere Energiepreise ein. Trotz erster Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung fordert er eine Stromsteuersenkung für alle Verbraucher. „Die steigenden Energiepreise machen das Leben deutlich teurer, besonders in Ostdeutschland“, erklärte Willingmann.

Der Minister wies auf die niedrigeren Einkommen in Sachsen-Anhalt hin: Das Medianentgelt lag 2024 bei 3.353 Euro brutto, deutlich unter dem bundesweiten Wert von 4.013 Euro. Besonders betroffen seien Berufe in der Körperpflege, etwa Friseurinnen oder Kosmetikerinnen. „Anhaltende Preissteigerungen belasten Familien und die Gesellschaft. Hier muss Politik reagieren“, betonte Willingmann.

Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen wie die Abschaffung der Gasspeicherumlage, einen Industriestrompreis und Netzentgelt-Entlastungen beschlossen. Diese kommen jedoch bislang nicht allen Haushalten zugute. Willingmann fordert daher, dass die Stromsteuersenkung schnell für alle umgesetzt wird und die Zuschüsse zu den Netzentgelten auch über 2026 hinaus gesichert werden.

Neben dem Thema Energiepreise bringt Sachsen-Anhalt weitere Anträge zu Wasserstoffwirtschaft und Bioenergie ein. Willingmann kritisiert die bislang unklare Position der Bundeswirtschaftsministerin zur Wasserstoffwirtschaft, die notwendige Investitionsentscheidungen verzögere. Er fordert Anreize für den Einsatz klimafreundlichen Wasserstoffs, auch in energieintensiven Branchen.


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