Oberbürgermeister Bernd Wiegand berichtete heute im Rahmen seiner täglichen „Corona-News“ von einem merkwürdigen Fall, der sich im Elisabeth-Krankenhaus zugetragen haben soll.Wiegand erzählt: “ Der Ärztliche Direktor des Elisabeth-Krankenhauses, Herr Dr. Liedtke, schilderte uns aus der Klinik den Fall einer Person, die beide Impfungen erhalten hatte, völlig symptomfrei in der Klinik erschienen war und auch im Schnelltest negativ war. Bei dieser Person hat am Ende aber ein PCR-Test eine enorm hohe Virenlast zum Vorschein gebracht hat, so dass die Person womöglich völlig unwissentlich zu einem Super-Spreader geworden ist. Herr Dr. Liedtke hat den Fall wörtlich so beschrieben: >Das Virus hat offenbar eine neue Strategie und umschifft alle Abwehr-Maßnahmen, die wir bisher hatten. Das ist eine völlig neue Situation<“
Wie es das Virus allerdings schafft, gezielt Antigen-Tests zu umschiffen, aber sich im PCR-Test massiv bemerkbar zu machen, muss offenbar noch erforscht werden.
12 comments on “Wiegand berichtet über merkwürdigen Fall: geimpft, Schnelltest negativ, symptomlos, im Krankenhaus PCR -„Superpositiv“.”
„zugetragen haben soll“
bedeutet das wieder Sonderkenntnisse seitens des Halleforum, hat GB wieder die Staatsanwaldschaft losgehetzt?
Ja, da kommt der Oberförster vom Staatswald und greift mal richtig durch in seinem Revier.
Försterin!
Ja, die Först Lady.
Zur Sache: Auch ein negativer Antigen-Schnelltest kann unter Umständen nicht korrekt sein. Aber das ist eher seltener der Fall. So etwa, wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie dies kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion der Fall ist, kann ein Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist.
Aber was bitte ist das hier? Man kann nur hoffen, dass hier die Testergebnisse verwechselt wurden.
Sollte das nicht der Fall sein, dann muss es irgendeinen Zusammenhang mit der Impfung geben. Oder was sonst?
Vielleicht habe ich keine Ahnung von der Materie, aber wie kann ein einfacher PCR -Test eine „enorm hohe Virenlast“ zu Tage bringen? Wird da quantitativ in der Nase gebohrt? So wie ich das Verfahren kenne, weist es Viren nach oder nicht. Es gibt Anhaltspunkte für die Virenlast, das ist der Ct-Wert, der sagt, wie viele Cyclen der Thermocycler durchlaufen musste, um das Virus zu finden. Um hier aber eine Aussage treffen zu können, Bedarf es nicht nur der Kenntnis der Anzahl der Cyclen, sondern auch die Kenntnis von Art und Menge der Ausgangsprobe voraus. Das würde ja schon bei der Probenahme besondere Bedingungen erfordern.
Oder, mit anderen Worten, einfach erklärt: man hat das Virus nach ausreichend vielen Cyclen auch in der Kanalisation großer Städte gefunden Wenn man nur genug „cycelt“, geht das.
Das Wasser ist dann aber trotzdem nicht infiziös.
Dass der Patient keine Symtome zeigt, könnte ein Hinweis sein, was da passiert ist.
Je höher der Ct-Wert, desto niedriger ist die Virusmenge in der untersuchten Probe. Ich vermute mal, dass nicht das entnommene Volumen an Sekret zählt, sondern ein Referenzvolumen?
M. E. ist das hier sehr gut erklärt:
https://infekt.ch/2020/10/covid-19-antigen-test-schlechter-als-pcr-wirklich/
Die Person wurde geimpft, also keine Erkrankung durch Immunantwort. Antigentest nicht angeschlagen.
Das eine geimpfte Person kein Virusträger sein soll ist ja noch nicht geklärt. Ob eine hohe Viruslast vorlag ist ja wie oben erwähnt, eine merkwürdige Aussage. PCR gibt doch keine quantitative Aussage.
Ich finde diese Art der Kommunikation unverantwortlich. Das hat eher was von „zwei Kumpels vom Pandemiestab-Stammtisch erzählen Geschichten“.
Das war auch meine Assoziation.
‚Herr Dr. Liedtke hat den Fall wörtlich so beschrieben: „Das Virus hat offenbar eine neue Strategie und umschifft alle Abwehr-Maßnahmen, die wir bisher hatten. Das ist eine völlig neue Situation.“‘
So eine Ausdrucksweise sollte Boulevardblättern vorbehalten bleiben.
Seine Zeitschinderei und Fürsprache für den Impfpaten bei der Sondersitzung des Stadtrates ist mir auch noch in Erinnerung.