Skip to content
HalleSpektrum.de – Onlinemagazin aus Halle (Saale) Logo

Wenn sich die Kirche nicht in die gesellschaftliche Debatte einmischt, ist sie gesellschaftlich überflüssig

Die christlichen Kirchen sind dort angekommen, wo sie der Religionsgründer (wenn er eine Kirche hätte gründen wollen) hin haben wollen: Mitfühlend und voller Nächstenliebe. Das ist aber besonders der AfD gar nicht recht. Die Kirchen werden angegriffen und ihnen wird politische Teilhabe abgesprochen. Zu den neuesten Diffamierungsversuchen der AfD gegenüber den Kirchen in Sachsen-Anhalt erklärt der religionspolitische Sprecher Wulf Gallert, Fraktion Die Linke:

„Die evangelische und die katholische Kirche in Sachsen-Anhalt sind wichtige Träger des gesellschaftlichen Lebens. Sie bilden nicht erst seit 1989 den Raum für gesellschaftliche Debatten, bei denen es um die Grundwerte unseres Zusammenlebens geht.

Politik hat zu akzeptieren, dass sich die Kirchen in diesen Fragen positionieren und als Ausdruck ihres Glaubens in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen Partei ergreifen. Dass sie damit politischen Parteien auf die Füße treten können, ist nichts Neues, kann und muss aber in einer demokratisch verfassten Gesellschaft ausgehalten werden.

Huysburg, Klosterkirche, Zentrum des spirituellen und christlichen Lebens in Sachsen-Anhalt

Die organisierte und breite Diffamierungskampagne der AfD gegenüber den Kirchen wegen deren humanistischen Grundpositionen in der Flüchtlingsfrage stellt jedoch spätestens seit zwei Jahren diesen demokratischen Grundkonsens in Frage. Die selbst ernannten Verteidiger des christlichen Abendlandes haben ganz offensichtlich mit dem Christentum nichts am Hut und es stört sie offensichtlich gewaltig, dass die Kirchen trotz der Hassrhetorik und der gesellschaftlichen Polarisierung durch die AfD in der Flüchtlingsfrage bei ihrem christlich-humanistischen Weltbild bleiben.

Man kann über das Verhältnis von Staat und Kirche sicher kontrovers diskutieren. Das Ziel der AfD ist es allerdings, all diejenigen zu diffamieren, die mit ihrem Weltbild nicht übereinstimmen. Deshalb haben die Kirchen an dieser Stelle Solidarität verdient – egal ob von Christen oder Nicht-Christen – jedenfalls von allen, die sich der Menschlichkeit verpflichtet fühlen.“

13 comments on “Wenn sich die Kirche nicht in die gesellschaftliche Debatte einmischt, ist sie gesellschaftlich überflüssig”

  1. Stimmen zusammenramschen, wo es nur geht. Da spielen Überzeugungen keine Rolle mehr. Politisches Geschäft as usual.

  2. Gut, für Euch beiden gibt es die alte Kirche wieder mit zünftigen Zwangstaufen, ggf. Autodafé, falls ihr nicht einsichtig seid (oder zu spät) und/oder einen tiefen Keller des Heiligen Offiziums.
    Amen

  3. Warum sollen Nachfolger der SED schweigen, wenn die Nachfolger der NPD das große Wort schwingen?

  4. Ähm Hansi, dein Alter schlägt dir hoffentlich keinen bösen Streich? Die NPD existiert noch, da gibt gibt es weder Nachfolger noch Nachahmer bis zum heutigen Tag.

    Und zu dir, Riosal: du könntest auch mal verlinkte Beiträge lesen, als nur linke Beiträge zu protegieren. Dir nicht genehme Beiträge nach Belieben in irrige Richtungen zu interpretieren ist nicht sonderlich hilfreich

  5. AfD war der Versuch, die NPD bürgerlich anzustreichen. Der Lack blättert, und drunter tauchen die Neuen Nazis auf.

  6. So ist es. Die rostbraunen Nazis, die irgendwann wieder wegkorrodieren, um sich kurz vor dem Zerfall wieder schnell umzulackieren.

  7. Ah, da melden sich ja wieder die bekannten Pseudomoralisten, die überall Nazis wittern, weil sie nicht checken (wollen), dass es auch durchaus andere Meinungen gibt, als die eigene. Diese Schwarzweißseherei (Wer nicht für uns ist, ist gegen uns) ist bezeichnend.

    Der Admin wurde übrigens nicht getrollt. Sei mal nicht so überempfindlich

  8. „Nazi“ ist nicht irgendeine Meinung, sondern schlichtweg eine menschenfeindliche Grundhaltung, die keinen Anspruch auf Toleranz erheben kann.

  9. Du hast recht. Dann geht ihr Scheinmoralisten aber gefälligst auch sorgfältig mit der Definition, was Nazi ist und was nicht, um und hört auf, diesen Begriff so inflationär zu verwenden!

Schreibe einen Kommentar