Halle (Saale) – Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Laut dem Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt ließen 2 825 Frauen einen Abbruch durchführen. Das entspricht etwa 3 % aller Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland. Im Vorjahr waren es noch 3 215 Fälle.
Die Daten zeigen, dass die meisten betroffenen Frauen in Sachsen-Anhalt zwischen 35 und 40 Jahren alt waren, während bundesweit die Altersgruppe der 25- bis unter 30-Jährigen am häufigsten betroffen war. Rund zwei Drittel der Eingriffe erfolgten bei ledigen Frauen. Fast alle Abbrüche wurden im Rahmen der Beratungsregelung durchgeführt, die meisten in der 7. bis 8. Schwangerschaftswoche.
Interessant ist auch, dass viele Frauen, die einen Abbruch in Sachsen-Anhalt vornehmen ließen, bereits mindestens ein Kind hatten. Lediglich 935 Frauen hatten zum Zeitpunkt des Eingriffs kein Kind, 55 Frauen hatten fünf oder mehr Kinder. Von den insgesamt 2 825 Abbrüchen wurden 2 715 in Sachsen-Anhalt selbst durchgeführt; einige Frauen reisten in andere Bundesländer.
Die Statistik zeigt damit einen deutlichen Rückgang gegenüber 2024 um rund 12 % und verdeutlicht regionale Unterschiede in der Altersstruktur der betroffenen Frauen.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 105/2026, 4. Mai 2026