Skip to content
HalleSpektrum.de – Onlinemagazin aus Halle (Saale) Logo

Weniger Ausbildungsabbrüche in Sachsen-Anhalt – Zahl der vorzeitig gelösten Verträge sinkt um fünf Prozent

Halle (Saale). Die Zahl der vorzeitig beendeten Ausbildungsverträge in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 3.783 Ausbildungsverhältnisse vor Ablauf der regulären Ausbildungszeit aufgelöst. Das sind rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr, als 3.969 Verträge vorzeitig beendet wurden.

Insgesamt befanden sich 2025 26.496 Auszubildende in einer dualen Berufsausbildung. Damit blieb die Zahl der Ausbildungsverhältnisse gegenüber 2024 nahezu unverändert.

Industrie und Handel verzeichnen die meisten Vertragsauflösungen

Die meisten vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge entfielen auf den Ausbildungsbereich Industrie und Handel. Dort wurden 2.301 Ausbildungsverhältnisse vorzeitig beendet. Gleichzeitig stellt dieser Bereich mit 15.573 Auszubildenden den größten Teil aller Ausbildungsverhältnisse im Land.

Im Handwerk wurden 1.095 Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Insgesamt absolvierten dort 7.035 Menschen eine Ausbildung.

Deutlich geringer fiel die Zahl der Vertragsauflösungen im öffentlichen Dienst aus. Obwohl dort 1.266 Auszubildende beschäftigt waren – rund fünf Prozent aller Auszubildenden –, entfielen lediglich 33 Vertragsauflösungen auf diesen Bereich.

Magdeburg mit den meisten Auszubildenden

Regional verzeichnete die Landeshauptstadt Magdeburg sowohl die höchste Zahl an Auszubildenden als auch die meisten vorzeitig gelösten Verträge. Dort befanden sich 3.507 Personen in einer Ausbildung; 498 Ausbildungsverträge wurden vorzeitig beendet.

Männer häufiger betroffen

Von den vorzeitig gelösten Ausbildungsverträgen entfielen 2.526 Fälle (67 Prozent) auf männliche Auszubildende. Dies entspricht in etwa ihrem Anteil an allen Auszubildenden, der bei 69 Prozent liegt.

Auch Auszubildende mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren überdurchschnittlich häufig betroffen. 459 Vertragsauflösungen entfielen auf diese Gruppe. Ihr Anteil an allen Vertragslösungen betrug zwölf Prozent, während ihr Anteil an allen Auszubildenden bei neun Prozent lag.

Insgesamt mehr als 26.000 Ausbildungsverhältnisse

Von den 26.496 Ausbildungsverhältnissen entfielen 18.255 auf männliche und 8.241 auf weibliche Auszubildende. Insgesamt 2.472 Auszubildende besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die veröffentlichten Absolutwerte aus Gründen der statistischen Geheimhaltung auf ein Vielfaches von drei gerundet wurden. Dadurch können Summen geringfügig von den Einzelwerten abweichen.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 193/2026.

Schreibe einen Kommentar